SmarTube - das etwas andere Trinksystem (12-2016)

Seit der Erfindung der Trinkblase stehe ich dieser doch kritisch gegenüber. Klar will ich den Vorteil sehen, dass man deutlich mehr trinkt, wenn das Wasser sofort ohne Absetzen des Rucksackes oder anderes langes Rumgefummel zugänglich ist. Was mich so kritisch stimmt ist das schlechte und langwierige Trocknen von Blase und Schlauch, auch wenn ich nur schlichtes Wasser ohne Zusätze oder gar Saft in der Blase mitnehme.

Der Extremwanderevent im Frühjahr 2016 um den Edersee hat mich dann doch verleitet eine Trinkblase anzuschaffen, aus Silikon. Nach mehreren Tagen Gebrauch bei warmen Wetter im Sommer bildete sich bei dem Modell jedoch eine (in einschlägigen Foren viel diskutierte!) Schleimschicht...die mich in meinen Vorurteilen bestätige... Dennoch habe ich den Vorteil des sofortigen Zugriff aufs Wasser mittels auf dem Schulterriemen angebrachten Schlauches und Mundstückes schätzen gelernt – Ich habe 1,5 bis 2 mal soviel getrunken, wie in der Vergangenheit mit Trinkflasche am Rucksack zum Nachfüllen!
Auf der OutDoor in Friedrichshafen lief mir dann eine andere Lösung über den Weg, die ich die letzten Monate getestet habe und wesentlich sympathischer finde:

Der SmarTube ist ein Trinkschlauch mit Adaptern von 28mm und 30mm für Gewinde von herkömmlichen Flaschen (sowie 63mm passend für Trinkflaschen oder Wassersäcke mit großer Öffnung). So lässt sich jede gängige Flasche von 0,3l bis 2l problemlos adaptieren und der Trinkgenuss ist gesichert!
Großer Vorteil: ich kann die Flasche nach Belieben wechseln, hab das Reinigungs- und Trocknungsdrama nicht mehr und die Investition hält sich mit € 16,95 in Grenzen!
Übrigens, ganz wichtig bei den herkömmlichen Trinksystemen mit Blase!
Da man mehr trinkt und das System im Rucksack untergebracht ist und es keine zuverlässige Kontrolle für das durchgelaufene Wasser gibt, läuft man Gefahr überraschend die Blase leer getrunken zu haben und urplötzlich auf dem Trockene zu sitzen...also immer mind. eine zusätzliche 0,5l SOS-Flasche dabei zu haben, um solche unangenehmen Situationen zu umgehen!
Oder dieses SmarTube Trinksystem nehmen - wenn ich den Schlauch nicht ganz bis zum Boden durchstecke, bleibt ein entsprechender "Bodensatz" an Wasser als Reserve übrig!

Da bei diesem System der Schlauch von oben in die Flasche geführt wird und nicht wie bei den Trinkblasen von unten, entfällt die Unterstützung des Wasserdrucks und man muss hier etwas mehr „Zug am Leibe“ haben … aber das trainiert sicher Lunge und Co. ;-)

Das Ventil lässt sich gut regeln und lässt von der Beschriftung keinen Interpretationsspielraum, wie bei manch anderem System.
...bei einigen älteren Tests habe ich etwas über Kunstoff-Geschmack gelesen, dies kann ich nicht bestätigen! Bei unseren SmarTubes schmeckte das Wasser wie Wasser!

Fazit: Für € 16,95 ist der SmarTube eine gute und hygienische Alternative zu den herkömmlichen Trinkblasen!

PS: Ich würde mir eine Staubkappe für das Mundstück wünschen!

Die Schnitzel-Jagd (12-2016)

In ihrem dritten Abenteuer entführt uns Molly Preston nach Wien.
Was als „Freundschaftsdienst“ beginnt wird zu einer Schnitzeljagd durch die Österreichische Hauptstadt.
Malerisch und kulinarisch beschreibt Carine Bernard die kulturellen Besonderheiten Wiens.
Natürlich spielt Geocaching eine Rolle – wie in Mollys zweiten Fall wieder sehr charmant verpackt ;-)
Entscheidend ist das Wissen, was Preston als passionierte Geocacherin, bei diesem Fall zu Gute kommt. Dem geneigten Leser und/oder Mystery-Muffel werden die Rätsel so anschaulich erklärt, dass damit das Lösen (mindestens) eines real existierenden Caches möglich sein sollte!
Nach Fünf und Lostplace Vienna der dritte Krimi, der in Österreich spielt und mir richtig Lust auf eine Reise gen Wien gemacht hat!
Ich freu mich schon auf weitere Abenteuer von Molly Preston!

Fazit: Wer noch ein Weihnachts-Geschenk für einen lesefreudigen Geocacher sucht ist mit „Die Schnitzel-Jagd“ gut beraten, als Print für € 12,99 und als eBook für € 4,99!

Army Knife for Android (12-2016)

Neulich benötigte ich für das Lösen eines Caches einen Wissenschaftlichen Taschenrechner, den meine Androiden leider nicht von Haus aus an Bord haben …
So machte ich mich auf die Suche im PlayStore und bin tatsächlich mal Googles Empfehlungen gefolgt, die mir das Army Knife for Android vorschlugen.

Nicht, dass es schon ab der Version 2.2 funktioniert, nein auch bei der Fülle von Funktionen wie Taschenlampe, Einheiten-Umrechner , vier Timer, Stoppuhr, Kompass, Wasserwaage, eben besagter normaler und Wissenschaftlicher Rechner, Lupe mittels Kamera, Spiegel (für die, die schön sein wollen) und Lineal beansprucht es lediglich um die 2MB! Andere Apps, die bisher nur eine dieser Funktionen erfüllen sind ja heutzutage gerne zehnmal so groß (als alter Palm- und Psion-User kann ich nach wie vor nicht verstehen was viele Apps so alles an Daten mit sich bringen und meinen Speicherplatz zumüllen – aber Speicherplatz sei heute ja kein Problem mehr...) !!!

Fazit: Also wer mal eine kleine und einfach zu biedienende App, die obendrein wenig Platz einnimmt sucht, der sollte das Army Knife for Android mal ausprobieren!

Übrigens: In der Downloads->Tools meiner Seite findet ihr auch ein Hintergrund, den ich mal für alle 3-Zoll-GPS-Geräte gepixelt habe, hier habt Ihr so einiges an gängigen Ver-/Entschlüsselungen auf einem Bildschirm greifbar.
Funktioniert auch mit jedem anderen Bildbetrachter, da passen die Lineale nur nicht mehr ;-)
Ach, einen wissenschaftlichen Rechner findet Ihr auch in Garmins aktuellen etrex 20 und 30 (nicht die Touchs!), Oregon6x0 und 7x0, Montana, GPSmap 62 und 64 !

Fertiggericht Blå Band (10-2016)

In einer Zeit wo die Bundesregierung den gemeinen Bürger zur Bevorratung von Lebensmitteln für Krisenzeiten anhält ist mir genau das passende von dem norwegischen Traditionsunternehmen Blå Band über den Weg gelaufen.

 
Einigen dürfte Blå Band als Hersteller von gefriergetrockneter Trekkingnahrung bekannt sein. Nebenher gibt es jetzt eine weitere Nahrungsmittellinie, die auch noch das benötigte Wasser dabei hat!
Somit kein Gewichtswunder mehr, aber da es vorgegart ist, kann es direkt nach öffnen der Verpackung verspeist werden ... kalt natürlich nicht so schmackhaft ;-)
Umgefüllt in Topf und gebrauchsanweisungskonform ein paar Minuten erhitzt stellt das Gericht von Blå Band eine leckere Mahlzeit dar!

Preislich reiht es sich mit € 6,60 bis € 9,95 in das übliche Preisniveau von Trekkingmahlzeiten ein.

SIGG HOT & COLD (11-2016)

Seit dem Besuch der OutDoor in Friedrichshafen begleitet uns eine Thermosflasche der Serie HOT&COLD aus dem Hause Sigg.
Sie hat die Größe einer klassischen 0,6l Sigg, aber als Thermosflasche fasst sie mit 0,3l natürlich weniger ;-)

Bei der Deckel-Konstruktion sticht die obligatorische Öse ins Aug. An ihr kann man sie in einen normalen Kletter-Karabiner oder an sonstige Haken ein- bzw. aufhängen.
Der Deckel hat es dann in sich:
Die obere rote Taste sichert die Flasche/Deckel gegen zufälliges Öffnen. Die untere rote Taste öffnet den Deckel und offenbart das ungewohnte Mundstück, das irgendwie an eine Schnabeltasse erinnert, aus dem man aber ohne großes Umgewöhnen gut Schluckweise trinken kann! Ja, ich möchte es als Gegenstück zu den klassischen Schnelltrinkverschlüssen bezeichnen.

Der Trinkverschluss ist modular aufgebaut, so kann man den eigentlichen „Ausgießer“ in drei Positionen einsetzen, so dass Links- wie auch Rechtshänder die Flasche optimal zum Trinken halten können, sogar ein Sieb kann eingeklinkt werden, wenn mal nicht Kaffee sondern selbst aufgegossner Tee genossen werden soll. Durch diese vielfältige Modifikations-Möglichkeiten ist das Reinigen und Zusammen-/Auseinanderbauen des Trinkverschlusses etwas frickelig und nichts für ungeduldige Menschen! Auch möchte ich erwähnen, das konstruktionsbedingt 10ml in der Flasche verbleiben und erst nach entfernen des Verschlusses genossen werden können!
Der Boden ist mit einem Gummipad versehen, so dass sie auch auf glatten Böden sicher steht bzw. diese nicht zerkratzt.
Unserer Erfahrung in den letzten Monaten bei einer Umgebungstemperatur von 5°C bis 15°C nach hält sie das Heißgetränk bis zu 3 Stunden gut heiß. Für längere Zeiträume, z.B. über Nacht von 12 Stunden oder länger hält sie aber merklich weniger warm wie eine normale Edelstahl-Thermosflasche.

Gerade in einer Zeit wo Nachhaltigkeit groß geschrieben wird und einem der Verbrauch der Kaffee-to-Go-Becher aus Pappe vorgerechnet wird und große Kaffee-Röster mit Thermos-Becher für den Umweltschutz werben, zeigt Sigg mit dieser Flasche, dass auch sie sich dieser Kaffee-to-Go-Zielgruppe annehmen und nicht nur für outdoors tolle Trinkflaschen zu bieten haben!

Fazit: Mit einem Preis von € 24,95 ist sie eine tolle Alternative zum Standard-Thermos- und Pappbecher und unterstreicht für den Insider die Outdooraffinität des Nutzers oder sollte ich besser User oder gar Owners sagen?!

Finde mich! - Glück in kleinen Dosen (10-2016)


Susanne Fletemeyer hat mit Ihrem Werk "Finde mich! - Glück in kleinen Dosen" das erste Buch mit Geocaching-Bezug geschrieben, wo es mal nicht um Leichenteile, Verstümmelungen oder sonst welche kriminellen Machenschaften geht!
Mit viel Augenzwinkern erzählt Fletemeyer die "ganz normale" Geschichte um den vom Pech verfolgten Comic-Zeichner Jaromir, der in seiner Freizeit Geocachen geht und dabei seine Traumfrau trifft ... in den daraus resultierenden Verwicklungen musste ich herzlich lachen und bilde mir ein viele meiner Cacher-Kollegen wiedererkannt zu haben!

Ein schönes Interview mit Susanne nebst Leseprobe findet Ihr unter Dose022 bei der lieben Encyklia

Fazit: Ein rundum gelungenes Werk, in dem Geocaching nicht zwanghaft die Hauptrolle spielt ;-)
...und meine Kaufempfehlung für die dunkle Jahreszeit!!!

Finde mich! - Glück in kleinen Dosen“ findet Ihr beim Amazon als eBook für € 4,99 und Taschenbuch für € 9,99

Susannes Homepage: www.fletemeyer.net
Weitere Rezensionen bei: Kati1988 und dem Saarfuchs