KniSFor - der ISPO-Gewinner (02-2017)

Wie schon berichtet habe ich auf der letzten Outdoor am Stand von NexTorch einige interessante Sachen gefunden ;-)
So nicht nur das com2eat (über das ich unlängst berichtete), sonder ebenso das Ess-Besteck KniSFor aus der NexTool-Serie.
…übrigens ein Gewinner des ISPO Awards 2016/17 !!!…
Lieferumfang  
Auffällig ist nicht nur die an Fallobst erinnernde Verpackung, sondern das geringe Gewicht von 64g und die Feststellklinge für das Messer, sowie- die praktische Arritierung der Gabel, die gleichzeitig die Messerklinge oder den unbedarften Nutzer (wie man es auch immer sehen mag) schützt.
Unüblich auch die Klinge, die eher an ein wertiges Taschenmesser erinnert und aus 5Cr15MoV Edelstahl (Gabel und Löffel sind aus 420J2 Edelstahl) gefertigt ist.

Sie weist nicht den für Besteck sonst üblichen Wellenschliff auf sondern ist für ein Besteck äußerst scharf, so dass ein Schneiden von (outdoors natürlich eher selten) Pizza aber auch Steak und luftgetrockneter Salami mühelos möglich ist. Man kann mit ihr sogar schnitzen, was dieses Besteck auch für Minimalisten interessant macht ;-)
Lieferumfang
Die Gabel ist konstruktionsbedingt nur mit drei Zinken ausgestattet, weist aber die gleiche Breite wie eine gewöhnliche Gabel auf, was beim Drücken von Kartoffeln (kommt outdoors auch eher selten vor!) etwas gewöhnungsbedürftig ist.
Zum Lieferumfang gehört ein 2g leichten Packsäckchen zum besseren Separieren von dem restlichen Equipment.
Es gibt auch ein Video auf YouTube ;-)

Fazit: Für € 17,95 erhält man mit dem KniSFor einen echten Gewinner in Form eines innovativen Edelstahlbesteck mit einem sehr scharfen Messer bei einem geringen Gewicht!!!

Schneeschuh Rachel 2000 (02-2017)

In den letzten Wochen hatten wir zweimal die Möglichkeit im Harz den Schnee genießen zu können.
Auf uns des Sommers gut vertrauten Wegen ging es mit Schneeschuhen ab ins Gelände.
Nun hatten wir zwei gänzlich unterschiedliche Schnee-Situationen:
Beim ersten Mal frisch gefallener Pulverschnee und letztes Wochenende alter verharschter und gefrorener Schnee. Wie wir feststellen mussten ist Schnee nicht gleich Schnee ;-)
Mit den Schneeschuhen geht man ja im Idealfalle auf dem Schnee, da das Eigengewicht durch die große Fläche der Schneeschuhe besser auf die Schneedecke verteilt wird und somit die Belastung pro cm²...soweit die Theorie…
Nun gibt es natürlich unterschiedliche Geländeformen, die vielfältige Möglichkeiten für Schneeverwehungen bieten und dessen unterschiedliche Schneedichte dem Laien nicht auffällt…
Lieferumfang  
              Lieferumfang                        im Pulverschnee eingesunken          auf verharschter Schneedecke                   Fußspuren ... 40cm tiefer

So ist es uns auf der Tour im frischen Pulverschnee immer wieder passiert, dass wir trotz fehlendem schweren Rucksack und geringem Eigengewicht, gute 10 bis 20cm eingesunken sind und sogar bei manchen Schlüsselstellen bis zu den Knien einsackten.
Hingegen konnten wir auf dem mehrfach angetauten und wieder gefrorenem Schnee problemlos laufen ... wenn da nicht die vielen Fußgänger gewesen wären ... denn der normale Wanderer, der sich in das ungespurte Gelände ohne die passende Ausrüstung wagt, sinkt gut zwei bis dreimal so tief in den Schnee ein wie der Schneeschuhläufer!
So entstehen dann unzählige Löcher, die die ganze Aufmerksamkeit des Schneeschuhwanderers fordern!
Was uns bei den Wanderungen extrem genervt hat, ist die fehlende Ausschilderung bzw. ausweisen von Wegen, die für Schneeschuhe tauglich sind. Fast alle Wege waren für Loipen gespurt, d.h. dort ist die Pistenraupe regelmäßig entlang gefahren, hat die Loipen gespurt und den Weg platt gewalzt – Schneeschuhe also völlig unnötig. Und die weniger frequentierten Pfade, die mit der Raupe nicht befahrbar sind, wurden von Wanderern frequentiert und somit mit vielen „Löchern“ versehen…kein Spaß!
Ja, was hier fehlt ist eine Ausweisung von Schneeschuh-tauglichen Gebieten! So wundert es mich nicht, dass der geneigte Schneeschuhwanderer verleitet wird abseits der Wege sein Equipment auszuführen – leider…

                     die Bindung schließen                                                   die Bindung öffnen

Dieses Mal waren wir nicht mit den SmallFoot (über die ich mehrfach hier im Blog berichtet habe) unterwegs, sondern mit den Rachel 2000, eine LowBudget-Version aus dem Hause Fox Outdoor, einem Ableger vom Max Fuchs. Zu meiner Zeit im Outdoor-Fachhandel habe ich auch Schneeschuhe in dieser klassischen Bauweise mit Alurahmen verkauft, damals starteten sie preislich bei € 200,- - die Rachel 2000 rangieren um die € 50,- also keine große Investition, wenn man mal das Schneeschuhwandern ausprobieren möchte bzw. sich nicht sicher ist ob es im Winter auch mal ausreichend Schnee gibt.
Wir waren angenehm überrascht wie schnell sich die Schuhe mit dem einfachen Schnürsystem an- und auszuziehen lassen!
Und wer genau innenseitig in die Bindungen schaut, findet dort ein L und ein R, um die Schuhe an den jeweils richtigen Fuß zu ziehen.
Nicht so prickelnd finden wir die Schnürung, die die Ferse des Schuhs fixiert – die ist ziemlich frickelig und wir mussten mit Gewalt und Geduld nachhelfen, ein Fön um das Material etwas geschmeidiger zu machen, wäre hilfreich gewesen ;-)

Harscheisen mit Seitenführung                    die Problemschnalle

Ist der Schneeschuh dann aber einmal auf den Schuh eingestellt, kann es losgehen! Lauftechnisch konnten wir keinen nennenswerten Unterschied zu den SmallFoot feststellen, obwohl eine gänzlich andere Konstruktion auch mit mehr Harscheisen.
In dem Terrain des Mittelgebirges haben wir auf unseren ganzen Touren übrigens auf Stöcke, wie sie sonst überall empfohlen werden, verzichtet. Das mag an den weniger steilen Gelände oder eben nur Tagesgepäck liegen … wir haben Stöcke auf unser ersten Tour als extrem hinderlich empfunden und vermissen sie nicht!
Übrigens hat sich der Mixi in der Folge „Schneeschuh - Wandern Mixis Tipps“ auch den Schneeschuhwandern angenommen.

Fazit: Für einen Preis von um die € 50,- inkl. Packsack zum Umhängen der ideale Schuh, um einmal (oder auch länger) das Schneeschuhwandern auszuprobieren!

BiteCap - der Trinkverschluß (02-2017)

Seit letztem Sommer begleitet mich auf meinen Touren ein neuartiger Trinkverschluss - das BiteCap.
Klar ist die Verwandtschaft zum SmarTube aus dem Hause BlueDesert zu erkennen.


Es kann auf alle handelsüblichen 28 und 30mm-Gewinde geschraubt werden und verwandelt so jede Standard-Trinkflasche in eine Schnelltrinkflasche. So kann ich nach bzw. auf der Tour die Flaschen nach belieben tauschen und muss nicht ständig deren Inhalt hin- und herschütten und spare mirobendrein das hygienisch schwierige Auswaschen der Trinkflasche!
Das Silikon-Mundstück fällt etwas kürzer aus wie beim SmarTube, funktioniert aber ebenso durch draufbeißen und trinken. Dank dem kleinen Ventil wird der Druck in der Flasche ausgeglichen und ich muss nicht bei jedem Schluck einen stärkeren Zug auf der Lunge haben ;-)

Fazit: Der Universal-Trinkverschluß BiteCap kann für € 10,95 z.B. beim Amazon erstanden werden ... und der gewiefte Outdoorer kann hieraus schnell ein Trinksystem basteln ;-)

SmarTube - das etwas andere Trinksystem (12-2016)

Seit der Erfindung der Trinkblase stehe ich dieser doch kritisch gegenüber. Klar will ich den Vorteil sehen, dass man deutlich mehr trinkt, wenn das Wasser sofort ohne Absetzen des Rucksackes oder anderes langes Rumgefummel zugänglich ist. Was mich so kritisch stimmt ist das schlechte und langwierige Trocknen von Blase und Schlauch, auch wenn ich nur schlichtes Wasser ohne Zusätze oder gar Saft in der Blase mitnehme.

Der Extremwanderevent im Frühjahr 2016 um den Edersee hat mich dann doch verleitet eine Trinkblase anzuschaffen, aus Silikon. Nach mehreren Tagen Gebrauch bei warmen Wetter im Sommer bildete sich bei dem Modell jedoch eine (in einschlägigen Foren viel diskutierte!) Schleimschicht...die mich in meinen Vorurteilen bestätige... Dennoch habe ich den Vorteil des sofortigen Zugriff aufs Wasser mittels auf dem Schulterriemen angebrachten Schlauches und Mundstückes schätzen gelernt – Ich habe 1,5 bis 2 mal soviel getrunken, wie in der Vergangenheit mit Trinkflasche am Rucksack zum Nachfüllen!
Auf der OutDoor in Friedrichshafen lief mir dann eine andere Lösung über den Weg, die ich die letzten Monate getestet habe und wesentlich sympathischer finde:

Der SmarTube ist ein Trinkschlauch mit Adaptern von 28mm und 30mm für Gewinde von herkömmlichen Flaschen (sowie 63mm passend für Trinkflaschen oder Wassersäcke mit großer Öffnung). So lässt sich jede gängige Flasche von 0,3l bis 2l problemlos adaptieren und der Trinkgenuss ist gesichert!
Großer Vorteil: ich kann die Flasche nach Belieben wechseln, hab das Reinigungs- und Trocknungsdrama nicht mehr und die Investition hält sich mit € 16,95 in Grenzen!
Übrigens, ganz wichtig bei den herkömmlichen Trinksystemen mit Blase!
Da man mehr trinkt und das System im Rucksack untergebracht ist und es keine zuverlässige Kontrolle für das durchgelaufene Wasser gibt, läuft man Gefahr überraschend die Blase leer getrunken zu haben und urplötzlich auf dem Trockene zu sitzen...also immer mind. eine zusätzliche 0,5l SOS-Flasche dabei zu haben, um solche unangenehmen Situationen zu umgehen!
Oder dieses SmarTube Trinksystem nehmen - wenn ich den Schlauch nicht ganz bis zum Boden durchstecke, bleibt ein entsprechender "Bodensatz" an Wasser als Reserve übrig!

Da bei diesem System der Schlauch von oben in die Flasche geführt wird und nicht wie bei den Trinkblasen von unten, entfällt die Unterstützung des Wasserdrucks und man muss hier etwas mehr „Zug am Leibe“ haben … aber das trainiert sicher Lunge und Co. ;-)

Das Ventil lässt sich gut regeln und lässt von der Beschriftung keinen Interpretationsspielraum, wie bei manch anderem System.
...bei einigen älteren Tests habe ich etwas über Kunstoff-Geschmack gelesen, dies kann ich nicht bestätigen! Bei unseren SmarTubes schmeckte das Wasser wie Wasser!

Fazit: Für € 16,95 ist der SmarTube eine gute und hygienische Alternative zu den herkömmlichen Trinkblasen!

PS: Ich würde mir eine Staubkappe für das Mundstück wünschen!

com2eat von NexTool - (01-2017)

Im Sommer auf der OutDoor konnte ich die Muster eines neuartigen "Göffels" dem KeyTool com2eat bestaunen.

Letzte Woche nun bekam ich meine Muster aus dem Hause NexTool, einem Tochterunternehmen meines Lieblings-Taschenlampenhersteller NexTorch (über die EcoStar und TA10 berichtete ich bereits).

Der Outdoor-Markt stellt ja seit jeher an sämtliche Ausrüstung die Anforderungen klein, leicht und robust.
So hat es in den letzten Jahren mit Titan, Spork und Co. aber auch aus anderen nicht-outdoor-Häusern, viele Versuche gegeben das Besteck neu zu erfinden ... mal mit mehr, mal mit weniger Erfolg...
 
Das com2eat ist eine der ausgefallenen Varianten!
Gefertigt aus magnetischem 2Cr13MoV Edelstahl bringt es 22g (27g inkl. S-Biner) auf die Waage.
Basistools sind eigentlich ein klassischer Flaschenöffner (wie auch bei den anderen humanisierten CalFunTools vom NexTool) und ein Löffel, der von der Größe her zwischen dem Tee- und Eßlöffel rangiert.
Nebenbei hat es noch eine sechseckige Öse (die leider auf keine Mutter passt) für den Schlüsselanhänger bzw. den mitgelieferten S-Biner und zwei 3,5 und 4,5mm Schlitz-Schraubendreher. Der Löffel kommt mit seiner an einen Kamm (funktioniert auch gut!) anmutenden siebenzackigen Gabel in einer eigenwilligen Optik daher. Mit dieser Gabel kann man so allerlei, wie man es auch von einer handelsüblichen Gabel gewohnt ist, aufpieksen. Auch kann man sie säge-/messerähnlich bei festeren Speisen einsetzen.

Mit dem eigentlichen Löffel können Eier (Größe L) und auch weiche Speisen wie Joghurt, Erbsensuppe o.ä. gelöffelt werden. Etwas schwieriger wird es konstruktionsbedingt bei wirklich flüssigen Speisen wie Brühe, da natürlich diese schnell durch die Zinken läuft.
Die ungewöhnliche Konstruktion des com2eat liegt erstaunlich gut in der Hand und es lässt sich gut damit agieren. Da es an einem langen Griff mangelt, wird es mit tiefen Bechern oder Terrinen schwieriger, aber mit einem normalen tiefen Tellern oder Nachtischschalen, Haferln ist die Handhabe super!

Fazit: Mit dem KeyTool com2eat hat NexTool ein innovatives Esswerkzeug geschaffen, das den Anforderungen des Outdoor-Marktes nach klein, leicht und robust nachkommt, gut handelbar ist und das zu einem moderaten Preis von € 9,95 – meine absolute Empfehlung, gerad für die Ultraleicht-Fraktion!

Die Schnitzel-Jagd (12-2016)

In ihrem dritten Abenteuer entführt uns Molly Preston nach Wien.
Was als „Freundschaftsdienst“ beginnt wird zu einer Schnitzeljagd durch die Österreichische Hauptstadt.
Malerisch und kulinarisch beschreibt Carine Bernard die kulturellen Besonderheiten Wiens.
Natürlich spielt Geocaching eine Rolle – wie in Mollys zweiten Fall wieder sehr charmant verpackt ;-)
Entscheidend ist das Wissen, was Preston als passionierte Geocacherin, bei diesem Fall zu Gute kommt. Dem geneigten Leser und/oder Mystery-Muffel werden die Rätsel so anschaulich erklärt, dass damit das Lösen (mindestens) eines real existierenden Caches möglich sein sollte!
Nach Fünf und Lostplace Vienna der dritte Krimi, der in Österreich spielt und mir richtig Lust auf eine Reise gen Wien gemacht hat!
Ich freu mich schon auf weitere Abenteuer von Molly Preston!

Fazit: Wer noch ein Weihnachts-Geschenk für einen lesefreudigen Geocacher sucht ist mit „Die Schnitzel-Jagd“ gut beraten, als Print für € 12,99 und als eBook für € 4,99!