Die Kartenseite - unbekannte Funktion

Es gibt ja bei den beliebten Garmin GPS-Geräten immer wieder Funktionen, die versteckt oder nur im Handbuch (welches bekanntlich die wenigsten von uns lesen) oder gar nicht dokumentiert sind....

Neulich bin ich beim Oregon650 über eine solche gestolpert:
Das schnelle Umschalten der Karte von Nord- zu Fahrtorientiert.


Normalerweise richte ich diese über Einstellungen->Karte->Ausrichtung ein. Dies kann ich natürlich auch über Einstellungen->Kurzbefehle definieren und auf einen Bildschirm oder die Tasten legen.
Aber am einfachsten geht dieses Umschalten direkt aus der Kartenansicht, wenn ich schlicht oben links auf den Nordpfeil tippe!

Mit jedem Klick wird in die jeweils andere Orientierung geswitcht, also von Nordorientiert zu Fahrorientiert, usw. .... leider fehlt die dritte Ansicht, der Fahrzeugmodus, wie es von Garmins Nüvis bekannt ist…

Dieser schnelle Wechsel der Kartenausrichtung funktioniert beim Oregon6x0, Oregon7x0, etrex touch und Montana 6x0.

Update:

Bei dem Dakota und dem alten Oregon (bis 550) funktioniert dieses Feature nur, wenn es grundsätzlich auf Fahrtorientiert eingestellt ist.

Die Statusseite - das unbekannte Wesen

Neulich ist mir bei meinem Montana 680t etwas aufgefallen, was mir bisher nur als neues Feature von Garmins jüngsten Geräten den eTrex Touch bekannt war, nämlich die Konfiguration der Statusseite, den meisten besser als Sperrbildschirm bekannt.

Das ich wohl nicht der einzige bin, dem dieses Feature entgangen ist, zeigte mir das Fachsimpeln letztes Wochenende auf der Nordseetaufe, was mich zu diesem kleinen Bericht veranlaßt hat…vielleicht liegt aber es auch daran, dass sich die Statusseite weder mit der eingebauten ScreenShotFunktion, noch den geläufigen Programmen vom Garmin einfangen lassen will ;-)


Sicher kennt Ihr alle in den Seiten Karte, Kompass, Reisecomputer das Untermenü „Anzeige ändern“ wo Ihr verschiedene Anzeigen, Datenfelder oder Favoriten im oberen Teil des Displays einblenden lassen könnt. Und eben diese Funktion ist auch in der Statusseite/Sperrbildschirm „versteckt“!!!

    

So kann ich mir bei den Oregon 6x0 und den Montanas auf eben dieser Statusseite/Sperrbildschirm weitere Informationen anzeigen lassen oder Funktionen auswählen und das ohne die Displaysperre rausnehmen zu müssen!

Garmin Montana 680t - Das Batteriefach als Toolbox

Seit einiger Zeit bin ich mit einem Montana 680t unterwegs, Zeit für ein kleines Resümee!

Einige Funktionen, die mir vorher nicht bekannt waren, wie der Startbildschirm und erweiterbarer Reisecomputer habe ich bereits in meinem zweiten Blog beschrieben.

Aufgefallen ist mir im Vergleich zu den Vorgängern das deutlich hellere und farbenfrohere Display, was ich mit dem des Oregon 6x0 vergleichen möchte. Mich freut, dass es nicht kapazitiv ist und sich so besser mit Handschuhen bedienen lässt.
 
Womit ich leider nicht warm werden mag ist die Kamera. Vielleicht bin ich schon zu sehr vom Handy oder dem Oregon 650 verzogen?
Ich finde, dass sie recht lange zum Abspeichern braucht, gerade bei schlechteren Lichtverhältnissen (ich weiß, sie hat leider keinen Blitz spendiert bekommen) verreiße ich die Bilder für mein Empfinden ungewöhnlich oft…

Ansonsten bin ich mit dem Montana 680t hoch zufrieden und will Euch nicht mit dem Abschreiben der technischen Daten langweilen!

So hab ich mir das Batteriefach etwas genauer angesehen – warum?
Lest selbst:
  
Garmins Montana bietet bekanntlich ein fast (einige der ersten Handys von Alcatel konnten/durften das auch) einmaliges Konzept für die Verwendung von dem mitgelieferten 3,7V-Akku oder alternativ von 3 Mignon (AA) Batterien oder Akkus. Durch die unterschiedliche Lagerung kann das Montana auch „erkennen“ ob es nun mit den 3 AA oder dem Akku betrieben wird und darf bei letzterem diesen auch über den miniUSB-Anschluß laden. Von den meisten mir bekannten Usern wird es mit dem Akku betrieben und die Mignon-Idee dient lediglich dem Backup, falls der Akku doch mal unerwartet lange benutzt wurde und schwächelt.

Ich kann die Prospektangabe einer Laufzeit von 16 Stunden bestätigen. Übrigens der Akku ist von gleicher Bauart wie bei der Virb 1, wer diese auch sein eigen nennt, kann im Zweifelsfalle auch einmal durchtauschen ;-)
 
Eine weitere Möglichkeit der „Notstromversorgung“ bietet sich mit einem handelsüblichen 14500er Akku und einer Büroklammer an. Dieser 3,7V-Akku mit den Abmessungen einer normalen AA-Zelle wird bei einigen Taschenlampen, wie der Nextorch TA10, eingesetzt. So wird nur einer der drei Plätze für Akkus belegt und die nebenliegenden Kontakte mit einem Stück Draht oder einer Büroklammer überbrückt – bei dieser Not-Lösung ist allerdings die Angabe zum Ladestand mit Vorsicht zu genießen!

Aber zurück zum normalen Fall, dem Betrieb mit dem mitgelieferten Akku:
Nun ist bauartbedingt beim Betrieb mit dem Akku ein wenig ungenutzter Platz im Akku/Batteriefach … als Geocacher hab ich ja immer mal wieder das Problem mit dem mitzuführenden Stift – mal will er nicht schreiben oder wurde beim spontanen Cachen gar vergessen ;-)

So bietet dieser Raum Platz für eine gekürzte Kuli-/Bleistiftmine, ein „cachetool II nano“ und ein zusammengerolltes Ersatzlogbuch, welches ja auch gerne durch Abwesenheit glänzt.
Die Kontakte für die Stromversorgung beim Batteriebetrieb sind im Bild gekennzeichnet - bauartbedingt ist also ein Kurzschluss durch die Kuli- oder Bleistiftmine ausgeschlossen.

Fazit: Ein großes, robustes GPS mit vielen verborgenen Talenten!

Unbekannte Funktionen beim Reisecomputer vom Garmin Montana 610, 680 und Oregon 6x0

Unlängst hatte ich hier ja schon über die, ich will sie mal nicht "versteckt", besser vielleicht "unbekannteren" Funktionen desSperrbildschirms beim Garmin Montana und Oregon 6x0 berichtet.

Nun ist mir bei selbigen Geräten eine weitere Funktion aufgefallen, die wohl in die "unbekanntere" Kategorie fällt und über die ich hier kurz berichten möchte:

 

Der Reisecomputer - kenne und liebe ich seit meinem ersten GPS III. Beim Reisecomputer habe ich seit "eh und jeh" 10 Datenfelder(das Geko hatte nur 4), die ich nach belieben mit Informationen meiner Wahl konfigurieren kann. Mit Einführung der Oregon-Serie wurde diese Informations-Seite in 4 Felder oben und 6 unten geteilt, wobei die oberen 4 Felder auch gegen verschiedenste Anzeigen wie Höhenmesser, Auto, Kompass, Favoriten, Fitness, Geocache, Grosses Datenfeld, Freizeit, Satellit, kleine Datenfelder, Status, Stoppuhr, Track-Steuerung ... ausgetauscht werden kann - teilweise differieren diese vorkonfigurierten Anzeigen von Serie zu Serie (je nach dem wann Garmin die Entwicklung für eine Serie eingestellt hat).

Mich als Daten-Messie haben eigentlich immer die unteren 6 Felder interessiert und ich war immer im Zwiespalt welche Informationen ich mir dort anzeigen lasse. Nun stelle ich neulich fest, dass ich bei meinem Montana und Oregon hier noch seitenweise blättern kann!

Welch eine Freude, stehen mit bei diesen Geräten mehrere Datenseite à 6 Felder zur Verfügung!

Ich kann jetzt also noch eine Bergwander-Seite mit allen Auf- und Abstiegsdaten, eine Temperaturseite mit allen Daten des tempe, eine Seite mit Flugdaten, vertikale Geschwindigkeit etc., ganz viele Fitness- und Runden-Seiten konfigurieren....naja, nach sechs Seiten ist dann beim Montana doch Schluss....aber ein deutlicher Gewinn an Informationsdichte!

Datentransfer vom Smartphone zum Garmin GPS

In den Zeiten von SmartWatches und drahtlos kommunizierenden Waagen stellt sich die Frage wie es inzwischen bei den Outdoor-GPSr aussieht!

War eine Umfrage anno 2013 beim Steinhügel doch sehr ernüchternd, so stellt sich die Frage was hat sich seither getan?

Garmin hat dieses Jahr die BaseCampMobil für iOS eingestellt, Geräte wie die fenix (ab Generation 1), epix, etrex Touch und 64er unterstützen nun SmartMessenges via Bluetooth … und wie sieht es bei den Oregon6x0 und dem neuen Montana aus?

Letzterer hat mit der neuen Generation keine Bluetooth-Schnittstelle spendiert bekommen und beim Oregon hat sich nichts getan – Datentransfer von PQs, Bildern, GPI- oder GPX-Dateien weiterhin Fehlanzeige!

 
…was bleibt ist die Übertragung via Kabel. Das kennt sicher jeder vom heimischen Rechner, doch auch via Smartphone ist dies mit einem sogenannten OTG-Adapter möglich!
OTG steht für USB On The Go, siehe auch http://de.wikipedia.org/wiki/Universal_Serial_Bus#USB_On-the-go


Ursprünglich wurde er für das Anschließen von USB-Sticks ans Handy ersonnen. Neben diesen funktioniert er aber auch mit Card-Readern für die SD-Karte der Kamera, andere Smartphones, eBookReader, der Garmin ANT+ Stick (!), LED-Chips (siehe Beitrag von 01-2015 in den Tests) aber auch zum Drucken oder mit einen Y-Kabel und Powerbank auch mit Festplatten und DVD-Laufwerken. Was liegt also näher wie auch das geliebte GPS mal anzustöpseln?
 
Vorraussetzung ist ein Telefon auf Android-Basis ab 4.0 aufwärts und ausgestattet mit entsprechender Hardware, die dem Telefon erlaubt ein USB-Host sein zu dürfen. Letztere ist leider nicht immer ersichtlich und oft auch nicht eindeutig in den entsprechenden Onlineshops, oft sogar nicht einmal auf der Hersteller-Homepage gekennzeichnet...der Hersteller Wiko macht hier eine löbliche Ausnahme. So hilft es oft nur mit dem Adapter, für den man je nach Label zwischen € 5 bis € 20 investieren kann, in den Handyladen seines Vertrauens zu gehen und die mobilen Helferlein auf die entsprechende Fähigkeit zu prüfen.

Ist ein passendes Telefon gefunden, stehen einem für den kabelgebundenen Datentransfer alle Möglichkeiten offen!
Bei Tablets funktionieren Geräte mit vollwertigen Windows 8.1 und 10 super, hier lassen sich auch die gewohnte PC-Software BaseCamp oder die alte MapSource installieren.

Übrigens, bei Androiden genauso wie beim Windows sollte immer vorm Abziehen des Kabels das Gerät, welches ja als Massenspeicher erkannt wird, korrekt ausgeworfen werden!

Garmin BirdsEye

         Vectorkarte                Rasterkarte                 Rasterkarte      Raster- und Vectorkarte
Garmin BirdsEye Topo2010 Garmin BirdsEye Beispiel Garmin BirdsEye solo Garmin BirdsEye beide
…ja da war doch mal was…
Angekündigt, released und bei den Cachern (oder zumindest bei mir) nicht angekommen oder ganz schnell in Vergessenheit geraten?
Warum?
Weil es was kostet?
Nun, ich habe mal ein 5.000 km² Abo ausprobiert, mit überraschendem Ausgang.
So habe ich als erstes, dem Namen nach Satelliten-Bilder erwartet, aber eine Rasterkarte auf Basis der Vermessungsämter bekommen. Gut und schön, so dachte ich, kann ich mir ja auch selbst als Rasterkarte bzw. CustomMaps erstellen.
Beim Wandern habe ich dann aber feststellen müssen, dass die Rasterkarte ein lange gefordertes und vom Garmin(Magellan kanns) nicht geliefertes Feature unterstützt!
Nämlich, wie in den ScreenShots zu sehen, das durchsichtige Darstellen der Vektorkarte und der BirdsEye-Rasterkarte!!! So kann ich auf einem Blick die Informationen aus zwei unterschiedlichen Kartenquellen sehen ohne lange zwischen den verschiedenen Karten hin- und herzuswitchen!
Die Beispiel-Screens sind im Harz geschossen worden mit einer Topo2010 im Hintergrund. Wenn ordentlich rangezoomt wird erkennt man die dann pixeligen Informationen der BirdsEye und feinen Linien der Vektorkarte – interessant finde ich die teilweise sehr unterschiedlich verlaufenden Höhenlinien (klar ist abhängig von den verwendeten Höhenmodellen).

Fazit: Für knapp € 20,- bekommt man 5.000 km², also ein Gebiet von 70 x 71 km, was in etwa dem Harz samt Vorland entspricht. Speicherauslastung bei 325MB, passt sogar auf einen Colorado, aber eben nur auf ein (und registriertes) Gerät.