18 oz FoodFlask von HydroFlask (02-2019)

Wie in meinem letzten großen Test von Isolierflaschen angekündigt folgten hier unsere Erfahrungen mit der HydroFlask!
(...und denkt daran, dies ist [Werbung]**)
Zwei der sogenannten FoodFlask haben wir letztes Jahr von der OutDoor in Friedrichshafen mitgebracht. Es handelt sich hierbei um keine klassischen Flaschen sondern um Weithalsbehältnisse (530ml bei 406g). Diese bieten aufgrund der großen Öffnung von 71mm Durchmesser und somit schlechter isolierenden Deckeln nicht so hervorragende Isolationswerte wie klassische Isoflaschen - vergleiche mein o.g. Test.

Dafür lassen sie sich prima mit Eintopfgerichten von Suppen über Nudeln, Risotto bis hin zu Kartoffelbrei, etc. befüllen und genauso gut reinigen!
Wir konnten sie diesen Winter mehrfach auf Tagestouren bei unterschiedlichen Temperaturen von 0°C bis -11°C ausprobieren und haben sie für gut befunden!
Hierbei haben wir so einiges gemessen und gelernt, worüber wir uns sonst nie Gedanken gemacht hätten ;-)
Wir haben morgens das zu transportierende Essen zubereitet oder aufgewärmt:
- Frisch gekocht und in die HydroFlask abgefüllt rangierten die Speisen zwischen 82°C und 85°C.
- Im Ofen erwärmte Speisen konnten wir mit 73°C bis 81°C abfüllen.

Auf der längsten Tour bei 0°C bis -6°C war das Nudelgericht mit Tomatenmettsoße noch 62°C warm und gut zu verköstigen.
Auf der nächsten Tour bei -6°C bis -11°C hielten wir nur 3 Stunden ohne Essen aus. Dieses war dann auch noch 60°C warm.
Auf einer weiteren Tour bei 0°C bis -2°C rasteten wir bereits nach 1,5 Stunden und das mit nur 73°C abgefüllte Essen war noch 66°C warm.

Bei diesen unterschiedlichen Touren und Zeiten sind noch allerlei andere Daten angefallen:
- So haben wir festgestellt, das der Rucksack selbst von ca. 20°C Zimmertemperatur auf 5°C bis 0°C runter kühlt.
- Oder ein Bier bis zur Pause auf 10°C bis 5°C gekühlt wurde.
- Sehr spannend fanden wir warmes Wasser(33°C) in eine Isoflasche zu füllen und dann zur Pause noch bei 22°C genießen zu können!
- Eine weitere Idee kam uns dann vor der Tour, wo wir schon nach 1,5 Stunden Mittagsrast machten:
Und zwar hatten wir für diese Rast unsere Daunenjacken eingepackt. Da wir genügend freies Volumen in den Rucksäcken zur Verfügung hatten, haben wir die Jacken nicht wie sonst üblich in gestopften Zustand transportiert, sondern locker um die HydroFlask herum platziert. So hielt das Mittagessen etwas länger warm und die Jacken waren vorgewärmt! So waren sie zum Anziehen 26,9°C warm - eine herrliche Erfahrung bei kaltem Wetter!

- Eine weitere Sache ist uns auch noch aufgefallen:
Es macht einen großen Unterschied welche Art Speise zubereitet wird und wie diese die Wärme hält! Eine suppenartiges Gericht wie Würstchengulasch nutzt das gesamte Volumen der Flasche aus und hält besser die Wärme wie ein Gericht, welches überwiegend aus Spiralnudeln besteht, die hohe Lufteinschlüsse haben und so schneller auskühlen - klar natürlich, wenn man sich Gedanken drum macht!
- Und schließlich müssen wir noch mit einer Mär aufräumen!
Oma hat immer schon gesagt (und lesen kann man das auch noch überall!) die Isoflasche solle mit kochendem Wasser vorgewärmt werden, um die Warmhalteleistung deutlich zu verbessern! Wir haben nun sämtliche Isobehälter, von denen wir zwei baugleiche besitzen durchgemessen und sind lediglich auf eine Größenordnung von 1°C bis 2,5°C gekommen! Auch hier ist es so (wenn man mal darüber nachdenkt), das man ja nur das wenige dünnwandige Material des Innenteil der Isoflasche vorheizt und mehr nicht - somit ist das Vorwärmen nahezu vertane Liebesmühe!
- Und noch eine Erkenntnis:
Das äußere Metall der Isoflasche ist schrecklich kalt ;-)
Abhilfe haben uns Bottelitos gebracht. Das sind gestrickte Isohüllen, die die Isolationsleistung um 1°C bis 2°C Grad verbessern. Zum Anfassen bei Minusgraden sind sie super! Wobei für den Sparfuchs die Alternative des Sockens benannt sei ;-)

Fazit: Nun aber zurück zum eigentlichen Kandidaten des heutigen Tests, der 18 oz HydroFlask. Sie ist eine tolle Sache, um auf Wintertouren mal eine andere warme Mahlzeit wie Suppe genießen zu können. Bauartbedingt hat sie eine nicht ganz so gute Isolationsleistung, die aber bei entsprechender Wahl der Speise und bis -10°C die ersten 6 Stunden bis zur Mittagspause gut warm hält. Sie ist somit ideal für Tagestouren. Ihr könnt sie für € 39,95 im Webshop von HydroFlask oder bei Amazon erstehen.

** Dank der aktuellen (und m.E. zumindest eigenartigen) Rechtslage kennzeichne ich meine Tests nun so...wir sind ja in Deutschland, wo alles seine Ordnung haben will ;-) 

Luma Active - die Mütze mit dem Licht (01-2019)

Pünktlich zum 6. Brockenfrühstück (Videos findet Ihr unten) * erreichten uns einige Luma Active, die wir mit unserem Orga- und Helfer-Team auf dem nächtlichen Weg zum Sonnenaufgang auf dem Brocken ausprobieren konnten. (und denkt daran, dies ist wohl [Werbung]**)

Kennengelernt hatte wir Vertreter des österreichischen StartUps auf der OutDoor 2018 im Sommer. Hier hatten wir schon einmal kurz über den Event und eine mögliche Unterstützung gesprochen, da uns die Idee der in eine Mütze (alternativ gibt es auch ein Stirnband!) integrierten Stirnlampe gut gefiel.
So bringt die Luma Active lediglich 78g auf die Waage und ist eine vollwertige SoftShell-Mütze mit Stirnlampe bzw. umgekehrt, je nach Sichtweise ;-)
Durch die Mütze sitzt sie im Vergleich zu normalen Stirnlampen sehr stabil - auch beim Joggen wackelt da nichts mehr!
Die Mütze verteilt den Druck der Elektronik so gut, das auch unsere sensibelsten Träger keinerlei Drücken der Bauteile verspürten, wie es sonst oft der Fall ist.
Der Bereich über den Ohren, wo die Elektronik hinein geschoben wird, ist aus winddichtem Material gefertigt. Dennoch kann ich durch dieses besser hören wie bei anderen Mützen, die ich in Gebrauch habe.
Die Elektronik mit dem 1100mAh Akkupack und dem Rücklicht bestehend aus vier roten LEDs sowie dem An- und Austaster befindet sich am Hinterkopf. Über den Taster regele ich auch die verschiedenen Leuchtmodi der Stirnlampe, welche aus zwei weißen übereinander liegenden LEDs besteht. Eingeschaltet wird durch langes Drücken auf die rückseitige Akku-/Rücklichteinheit. Hier zeigen die vier roten LEDs für einige Sekunden den Ladestand des Akkus an, eine entspricht etwa 25%. Mit einem kurzen Drücken schalte ich vom schwächsten 25lm Modus mit ca. 5m Reichweite auf den mittleren (60lm mit 8m Reichweite) und dann in den höchsten wo die zweite „Fernlicht"-LED hinzu geschaltet wird. Dann ist die maximale Leistung von 120lm mit ca. 30m Reichweite erreicht, wobei ich die Reichweite als höher empfinde, aber das ist abhängig vom Grad der Dunkelheit und persönlichem Empfinden. Eine erneutes Drücken schaltet wieder in den kleinsten Leuchtlevel.
Halte ich die rückseitige Taste für ein bis zwei Sekunden gedrückt, so schaltet das Rücklicht von „permanent an“ auf „Blinkmodus“, was mir durch dreimaliges Blinken der FrontLED bestätigt wird. Weitere ein bis zwei Sekunden gedrückt halten wechselt das Rücklicht in „aus“. So kann ich diese Modi auch während des Laufens ändern ohne die Mütze absetzen zu müssen.

Durch die Integration in die Mütze kann ich den Akku mittels microUSB laden, was beim ersten Anschließen etwas frickelig ist, aber mit zunehmender Übung gut funktioniert. Die vollständig entladene Luma Active benötigt drei Stunden, um den Akku wieder vollends zu laden.
Sie ist übrigens nach IPX4 „geschützt gegen Spritzwasser von allen Seiten“, ein Einsatz bei Regen stört also nicht!

Je nach dem ob ich mit oder ohne Rücklicht laufe komme ich auf eine Leuchtdauer von
8:30 bis 15:30 Stunden bei niedrigster Leuchtstärke
4:45 bis 7:00 bei mittlerer und
2:45 bis 3:15 mit Fernlicht
Wenn die Kapazität des Akkus 50% unterschreitet, signalisiert die Luma Active dies durch ein kurzes Flackern.
Unterschreitet der Ladestand 25% so schaltet sie in den schwächsten Leuchtmodus, was bei maximaler Leuchtleistung eine gute dreiviertel Stunde vor dem finale „aus“ geschieht - so ist immer ausreichend Zeit wieder aus dem dunklen Wald heraus zu finden!
Sie kann übrigens auch mit einem handelsüblichen PowerBank während des Einsatzes betrieben werden, was die eigentliche Laufzeit entsprechend erhöht!

Ist es an der Zeit, dass die Mütze gewaschen werden muss, kann die gesamte Lampe/Elektronik aus ihr entfernt werden.

Fazit: Ich habe die Luma Active nun seit vier Wochen im Dauereinsatz und bin begeistert!
Eine tolle Mütze mit integriertem Licht und dennoch hohem Tragekomfort – so habe ich immer meine Stirnlampe dabei!
Mit € 99,- ist sie sicher kein Schnäppchen mehr, jedoch zahle ich für eine gleichwertige Mütze und Stirnlampe oft sogar mehr.

* Video1 und Video2 vom 6. Brockenfrühstück

** Dank der aktuellen (und m.E. zumindest eigenartigen) Rechtslage kennzeichne ich meine Tests nun so...wir sind ja in Deutschland, wo alles seine Ordnung haben will ;-) 

Kompressionsstrümpfe von CEP (11-2018)

Im Zuge der OutDoor 2018 besuchten wir als Blogger, auf einem von der OBN organisierten Messerundgängen, den Stand des von CEP, der Kompressionsstrümpfe herstellt.
Hier erhielten wir Blogger je ein Paar zum Testen in der Ausführung light merino –  nun mein Test (und denkt daran, dies ist wohl [Werbung]**):

Bisher hatte ich mit Kompressions-Artikel keinerlei Berührung - kannte sie lediglich vom Hörensagen auf Langstreckenflügen und aus dem Sanitätsbedarf für alte und erkrankte Menschen.
Klar hatte ich sie vermehrt bei Sportlern wahrgenommen – mit entsprechender Verwunderung... aber wie heißt es so schön: „Beurteile eine Sache erst, wenn Du sie selbst ausprobiert hast“!
Da ich nun schon ein Paar dieser Strümpfe hatte, habe ich sie seit Sommer bei unterschiedlichsten Wetterlagen auch getragen.
Es fühlte sich schon etwas eigenartig an, im Sommer mit kurzen Hosen und langen Strümpfen den Berg zu bewandern, wo doch der Rest der Menschheit nur in Socken unterwegs war. Jedoch muss ich eingestehen, dass es beim nächtlichen Abstieg und aufkommenden Wind froh war um die zusätzliche textile Schicht am Bein.
Um mir ein noch genaueres Bild über die versprochene bessere Durchblutung und damit verbundene geringere Ermüdung der gestützten Partien machen zu können, bin ich auf den anschließenden Touren mit je einem normalen Socken und einem Kompressionsstrumpf losmarschiert … und fühlte mich ein bisschen wie Pippi-Langstrumpf ;-)
Bei diesen Touren zeigte sich Sommers wie Herbst noch deutlicher der Tragekomfort der Strümpfe! So empfand ich an dem bestrumpften Bein eine deutlich bessere Temperaturregulation und konnte abends tatsächlich einen Unterschied zwischen dem „ermüdeten“ Bein und dem durch den Strumpf unterstützten Bein feststellen. In der Tat möchte ich sagen, dass sich ein Wandertrag mit den Kompressionsstrümpfen abends in den Waden und Füßen anfühlt als ob ich den ganzen Tag keine Anstrengungen unternommen hätte – also volle Punktzahl für das Werbeversprechen!
Was ich allerdings immernoch sehr gewöhnungsbedürftig finde, ist das „zähe“ An- und Ausziehen der Strümpfe … aber „irgendwas ist auch immer“ ;-)

Fazit: Trotz der nicht geringen Investition für ein Paar Strümpfe möchte ich sie vor allem Menschen ans Herz legen, die nach ihrer sportlichen Aktivität über ihre „müde“ Beine ärgern.

** Dank der aktuellen (und m.E. zumindest eigenartigen) Rechtslage kennzeichne ich meine Tests nun so...wir sind ja in Deutschland, wo alles seine Ordnung haben will ;-) 

Ultralight Java Drip von GSI Outdoors (10-2018)

Es gibt ja Firmen von denen hört und liest man viel aber eigentlich bringen sie nicht wirklich etwas neues, außer Werbebotschaften -  app. hier nun auch: [WERBUNG] * **
Bei GSI Outdoors habe ich den Eindruck, das sie sich noch wirklich Gedanken um ihre Produkte machen und nicht einfach in China zukaufen.
So habe ich hier ja schon neben deren Thermosflaschen, den MicroGripper und den CompactScraper vorgestellt ... und das nächst interessante Produkt lässt nicht auf sich warten!

So konnte ich in den vergangenen Wochen für den täglichen Kaffee einen ultraleichten Kaffeefilter, der ohne die klassischen Filtertüten auskommt(!), ausprobieren (vergleiche den Klassiker vom Ortlieb) und für gut befinden!
Der Ultralight Java Drip wiegt gerade mal 10g, ist zusammengeklappt 10,5 x 2,5 cm klein und passt so in größere Tassen oder Kochsets.
Mit den drei orangenen Beinchen, die an Wäscheklammern erinnern, wird er auf den Rand der präferierten Kaffeetasse gesteckt. Dies funktioniert gut bei einfachen dünnwandigen Tassen, also aus Edelstahl oder Kunststoff – Thermostassen oder die heimische Porzellantasse funktionieren mit ihm nicht!
Ist er befestigt, so wird die gewünschte Menge Kaffeemehl hinein gegeben und das heiße Wasser aufgegossen.
Recht fix läuft das Wasser durch den Filter und fertig ist der Kaffee!
Zum Reinigen dreht man ihn einfach "auf links", entsorgt das ge-/verbrauchte Kaffeemehl und wäscht ihn anschließend aus - fertig!

So fällt nicht mal ein papierener Kaffeefilter (1,5g) an und man kann ihn sogar als einen Beitrag zur nachhaltigem Verhalten titulieren ;-)
Gut lässt er sich auch zum Abtropfen von gewaschenem Salat zweckentfremden ;-)
Preislich rangiert er zwischen € 12,95 bei Globetrotter und € 11,95 bei Amazon.

Fazit: Ein weiteres Utensil für meine Ausrüstung, gerade da ich von dem oft üblichen Instantkaffee nun auf gemahlenen Kaffee umsteigen kann und bei gleichem Volumen die doppelte Anzahl an Kaffetassen heraus bekomme - meine absolute Empfehlung für den Outdoor-Kaffee-Trinker!!!

* Da mir das Produkt kostenfrei zur Verfügung gestellt wurde.
** Dank der aktuellen (und m.E. zumindest eigenartigen) Rechtslage kennzeichne ich meine Tests nun so...wir sind ja in Deutschland, wo alles seine Ordnung haben will ;-)

Mini-Gas-Kocher BRS 3000T (11-2018)

Seit einigen Monaten begleitet uns auf unsern Outdoor-Touren der BRS 3000T, einer der kleinsten und leichtesten Gas-Kocher auf dem Markt. – Achja, unbezahlte [Werbung]**

Durch einen Tipp von Freunden sind wir auf das chinesische Produkt gekommen, welches es schon seit einigen Jahren gibt (ein früherer Test von Carsten bei Fastpacking), es aber Hierzulande lediglich bis zum Amazon geschafft hat – warum?
Wer weiß ... dabei sind Leistung von 2700Watt (140g pro Stunde) bei einem Gewicht lediglich 25g schon sehr interessant, gerade für die Ultraleicht-Fraktion.
Das Packmaß von 34x49mm (Hersteller 37x52mm), ausgeklappt 75x60mm(Hersteller 85x69mm) langt gerade so eben nicht, um ihn in eine Filmdose zu verstauen, dafür passt er prima in den bekannten Wichtel von Tupper oder eben in das mitgelieferte Beutelchen.
Da wir in den letzten Monaten wegen dem Vergleich von Refill-Adaptern (Test folgt) sehr viel mit Gas auf den unterschiedlichsten Kochern wie auch dem Kovea-Spider gekocht haben kamen wir in Sachen Verbrauch noch auf andere Ergebnisse:
Dies ist natürlich von vielerlei Faktoren, wie Umgebungstemperatur, Wind, Windschutz, wieviel Nahrung erhitzt/gekocht wird, individuelles Kochverhalten,... abhängig, jedoch haben wir festgestellt, dass wir auf all unseren vier Gaskochern, die von der Leistung zwischen 2500 und 3500Watt liegen ca. 1g Butan pro Minute verbrauchen. Hier gilt anzumerken, das wir den Kocher nie voll sondern bestenfalls 1/3 aufdrehen, und immer 0,5 bis 1l für 2 Personen gekocht haben.

Aber zurück zum BRS 3000T- in diesen Monaten sind die genieteten Klappverbindungen ausgeleiert, was beim eigentlichen Kochvorgang jedoch nicht stört und mit einer Zange bei Bedarf  wieder gerichtet werden kann.

Fazit: Der BRS 3000T ist ein leistungsfähiger kleiner und leichter Kocher und mit € 10,- bis € 19,- beim Amazon für wirklich kleines Geld zu haben - Ultraleicht-Trekker-Herz was willst Du mehr ? ;-)

** Dank der aktuellen (und m.E. zumindest eigenartigen) Rechtslage kennzeichne ich meine Tests nun so...wir sind ja in Deutschland, wo alles seine Ordnung haben will ;-) 

Thermosflasche von McCafé (09-2018)

Unlängst bin ich auf eine dieser Werbe-Aktionen der großen Fast-Food-Ketten, konkret McCafe von McDonalds, hingewiesen worden. Denn dieser bietet z.Zt. in den größeren Filialen eine Thermosflasche in den Farben weiß, schwarz und rosa an.
Mit einem eher unüblichen Design, was an eine normale Flasche erinnert und einem kleinen Edelstahl-Verschluss, hebt sie deutlich von den sonst so im Outdoor- und Urban-Bereich gebräuchlichen Flaschen ab – ja ich finde sie recht schick und habe daher die Investition von € 9,99 nicht gescheut ;-)

Wie von mir gewohnt gibt es ein paar Fakten, die sonst nirgends stehen:
Sie fasst 515ml bei 308g Eigengewicht – womit sie zu den leichteren Kandidaten zählt, allerdings ist dies dem kleinen Verschluss und dem somit nicht vorhandenen Trinkbecher geschuldet.
Der lediglich 28mm durchmessende Verschluss (üblich sind durchaus bis 45mm) verleitet zum Trinken aus der Flasche selbst – hier ist natürlich äußerste Obacht geboten, weil man sich so schnell Lippen und Mund verbrühen kann!

Auch hat sich das Befüllen durch die kleine Öffnung als etwas schwieriger wie üblich erwiesen – die Gefahr sich den heißen Kaffee über die Hände zu kippen ist deutlich größer! Ich habe einen Trichter benutzt und mir dabei die Frage gestellt, warum Trichter eigentlich nicht durchsichtig sind! Da die Flasche selbst ja nicht durchsichtig ist, kann ich auch nicht sehen wie hoch der Stand des Kaffees ist und laufe Gefahr zuviel hinein zu schütten, so dass die Flasche überläuft und entsprechende Wischarbeiten erforderlich werden oder ich mir die Hände verbrühe … die Lösung ist aber ganz einfach, man nehme eine handelsübliche durchsichtige PET-Flasche, schneide sie auf und schon ist ein perfekt passender durchsichtiger Trichter zum Befüllen zur Hand ;-)

Aufgrund des kleinen Verschlusses liegt die Warmhalteleistung recht hoch, wie Ihr in dem Diagramm über 24 Stunden bei einer Umgebungstemperatur von 20°C sehen könnt. Im Gegenzug lässt sie sich schwerer reinigen und trocknet schlechter.
Aufgrund der Bauform und einen Außendurchmesser von 72mm (bei 270mm Höhe) passt sie auch in Halterungen für Fahrradflaschen und in die Aussparungen für Becher in unseren Cachemobilen!
Vorbildlich finde ich die Verpackung mit den vielen Piktogrammen, die klar stellen was sie so leistet – u.a. ist sie kohlensäurefest!

Fazit: Der kleine Verschluss gibt ihr ein unverwechselbares Aussehen, ist von der Bedienung aber etwas gewöhnungsbedürftig, dafür stimmen Preis und vor allem Warmhalteleistung!
Ich verweise hier noch auf meinen Test vom Jahreswechsel – muss aber einschränkend sagen, dass ich ungeschickter Weise mit unterschiedlichen Kaffeemaschinen und damit Ausgangstemperaturen gearbeitet habe … Ihr dürft Euch also noch auf einen weiteren Langzeittest aller meiner um-die-0,5-Liter-Varianten freuen ;-)

Nachtrag: Im Amazon gibt es eine zumindest optisch sehr ähnliche Thermosflasche unter dem Lable KINGS DO WAY