Ultralight Java Drip von GSI Outdoors (10-2018)

Es gibt ja Firmen von denen hört und liest man viel aber eigentlich bringen sie nicht wirklich etwas neues, außer Werbebotschaften -  app. hier nun auch: [WERBUNG] * **
Bei GSI Outdoors habe ich den Eindruck, das sie sich noch wirklich Gedanken um ihre Produkte machen und nicht einfach in China zukaufen.
So habe ich hier ja schon neben deren Thermosflaschen, den MicroGripper und den CompactScraper vorgestellt ... und das nächst interessante Produkt lässt nicht auf sich warten!

So konnte ich in den vergangenen Wochen für den täglichen Kaffee einen ultraleichten Kaffeefilter, der ohne die klassischen Filtertüten auskommt(!), ausprobieren (vergleiche den Klassiker vom Ortlieb) und für gut befinden!
Der Ultralight Java Drip wiegt gerade mal 10g, ist zusammengeklappt 10,5 x 2,5 cm klein und passt so in größere Tassen oder Kochsets.
Mit den drei orangenen Beinchen, die an Wäscheklammern erinnern, wird er auf den Rand der präferierten Kaffeetasse gesteckt. Dies funktioniert gut bei einfachen dünnwandigen Tassen, also aus Edelstahl oder Kunststoff – Thermostassen oder die heimische Porzellantasse funktionieren mit ihm nicht!
Ist er befestigt, so wird die gewünschte Menge Kaffeemehl hinein gegeben und das heiße Wasser aufgegossen.
Recht fix läuft das Wasser durch den Filter und fertig ist der Kaffee!
Zum Reinigen dreht man ihn einfach "auf links", entsorgt das ge-/verbrauchte Kaffeemehl und wäscht ihn anschließend aus - fertig!

So fällt nicht mal ein papierener Kaffeefilter (1,5g) an und man kann ihn sogar als einen Beitrag zur nachhaltigem Verhalten titulieren ;-)
Gut lässt er sich auch zum Abtropfen von gewaschenem Salat zweckentfremden ;-)
Preislich rangiert er zwischen € 12,95 bei Globetrotter und € 11,95 bei Amazon.

Fazit: Ein weiteres Utensil für meine Ausrüstung, gerade da ich von dem oft üblichen Instantkaffee nun auf gemahlenen Kaffee umsteigen kann und bei gleichem Volumen die doppelte Anzahl an Kaffetassen heraus bekomme - meine absolute Empfehlung für den Outdoor-Kaffee-Trinker!!!

* Da mir das Produkt kostenfrei zur Verfügung gestellt wurde.
** Dank der aktuellen (und m.E. zumindest eigenartigen) Rechtslage kennzeichne ich meine Tests nun so...wir sind ja in Deutschland, wo alles seine Ordnung haben will ;-)

Thermosflasche von McCafé (09-2018)

Unlängst bin ich auf eine dieser Werbe-Aktionen der großen Fast-Food-Ketten, konkret McCafe von McDonalds, hingewiesen worden. Denn dieser bietet z.Zt. in den größeren Filialen eine Thermosflasche in den Farben weiß, schwarz und rosa an.
Mit einem eher unüblichen Design, was an eine normale Flasche erinnert und einem kleinen Edelstahl-Verschluss, hebt sie deutlich von den sonst so im Outdoor- und Urban-Bereich gebräuchlichen Flaschen ab – ja ich finde sie recht schick und habe daher die Investition von € 9,99 nicht gescheut ;-)

Wie von mir gewohnt gibt es ein paar Fakten, die sonst nirgends stehen:
Sie fasst 515ml bei 308g Eigengewicht – womit sie zu den leichteren Kandidaten zählt, allerdings ist dies dem kleinen Verschluss und dem somit nicht vorhandenen Trinkbecher geschuldet.
Der lediglich 28mm durchmessende Verschluss (üblich sind durchaus bis 45mm) verleitet zum Trinken aus der Flasche selbst – hier ist natürlich äußerste Obacht geboten, weil man sich so schnell Lippen und Mund verbrühen kann!

Auch hat sich das Befüllen durch die kleine Öffnung als etwas schwieriger wie üblich erwiesen – die Gefahr sich den heißen Kaffee über die Hände zu kippen ist deutlich größer! Ich habe einen Trichter benutzt und mir dabei die Frage gestellt, warum Trichter eigentlich nicht durchsichtig sind! Da die Flasche selbst ja nicht durchsichtig ist, kann ich auch nicht sehen wie hoch der Stand des Kaffees ist und laufe Gefahr zuviel hinein zu schütten, so dass die Flasche überläuft und entsprechende Wischarbeiten erforderlich werden oder ich mir die Hände verbrühe … die Lösung ist aber ganz einfach, man nehme eine handelsübliche durchsichtige PET-Flasche, schneide sie auf und schon ist ein perfekt passender durchsichtiger Trichter zum Befüllen zur Hand ;-)

Aufgrund des kleinen Verschlusses liegt die Warmhalteleistung recht hoch, wie Ihr in dem Diagramm über 24 Stunden bei einer Umgebungstemperatur von 20°C sehen könnt. Im Gegenzug lässt sie sich schwerer reinigen und trocknet schlechter.
Aufgrund der Bauform und einen Außendurchmesser von 72mm (bei 270mm Höhe) passt sie auch in Halterungen für Fahrradflaschen und in die Aussparungen für Becher in unseren Cachemobilen!
Vorbildlich finde ich die Verpackung mit den vielen Piktogrammen, die klar stellen was sie so leistet – u.a. ist sie kohlensäurefest!

Fazit: Der kleine Verschluss gibt ihr ein unverwechselbares Aussehen, ist von der Bedienung aber etwas gewöhnungsbedürftig, dafür stimmen Preis und vor allem Warmhalteleistung!
Ich verweise hier noch auf meinen Test vom Jahreswechsel – muss aber einschränkend sagen, dass ich ungeschickter Weise mit unterschiedlichen Kaffeemaschinen und damit Ausgangstemperaturen gearbeitet habe … Ihr dürft Euch also noch auf einen weiteren Langzeittest aller meiner um-die-0,5-Liter-Varianten freuen ;-)

Nachtrag: Im Amazon gibt es eine zumindest optisch sehr ähnliche Thermaosflasche unter dem Lable KINGS DO WAY

Captain Gulp von NexTool (09-2018)

Vor zwei Jahren hat der Taschenlampenhersteller Nextorch begonnen unter dem Lable NexTool sogenannte FunTools aufzulegen (ich berichtete bereits 01-2017 über das com2eat).
  

Den neusten Spross, Captain Gulp (was soviel wie Kapitän Schluck bedeutet) konnte ich von der OutDoor 2018 in Friedrichshafen zum Testen mitnehmen:
- Dieses lustige Tool in der Form eines Totenschädels mit weit geöffnetem Mund bietet als Basis den obligatorischen Flaschenöffner.
- Hinzu kommt der Cutter zum Öffnen von Paketen, der mit etwas Geschick auch als Brieföffner taugt.
- Neben der Öse für den Schlüsselanhänger besitzt er im „Mundraum“ zwei Maulschlüssel für M3 und M5.
- Im Kinn ist ein SL4 Schraubendreher integriert.
- Die Augen fungieren als Winkelmesser für 90°, 60°, 45° und 30°.
- Der „Mund“ ist mit einer „Zahnreihe“ versehen, die als 20mm-kurzes Lineal dient.
- Über das eine Auge und am Kinn verlaufen zwei O-Ringe. Diese dienen dazu Kratzer auf dem Tablet und Handy zu vermeiden und Captain Gulp entsprechend „anzupassen“, wenn er als Tabletständer fungieren soll. Hierfür bedarf es allerdings recht flacher Geräte mit einer maximalen Stärke von 10,5mm (ohne Gummiringe, ideal 8mm mit beiden Gummiringen).

Fazit: Mit Captain Gulp wird die lustige FunTool-Reihe fortgeführt – wer einen funktionellen und extravaganten Schlüsselanhänger sucht (man kann Captain Gulp auch zum Bergen von Caches und zum Aufhängen des Schlüsselbundes einsetzen!), kann seine € 7,95 gut in dieses Tool investieren ;-)

 

CampBuddy Stirnlampe (08-2018)

Die Tage werden länger und die Zeit der Nachtcaches beginnt.
So wird es Zeit etwas zum Thema Licht zu berichten.
Im Sommer bin ich in den Sozialen Medien auf eine Stirnlampe von CampBuddy gestoßen und habe sie geordert.

Von Größe und Gewicht (90g mit Batterien) erinnert sie mich an eine meiner ersten Stirnlampen, Petzls TacTikka.
Allerdings ist sie auf dem heutigen Stand der LED-Technik.
Neben Rotlich für die Nachtsicht und SOS-Blink-Modus bietet sie 3 Leuchtstufen von 20, 100 und 230 Lumen, was man sonst eher im hochpreisigen Segment findet. Außerdem bietet sie einen weißen Strobe-Modus, wobei ich die Blinkrate von 3Hz eher zu lang finde und es als Blinkmodus benennen würde.

Sie hat einen Abstrahlwinkel von 25° und kann in 3 Stufen um weitere 45° nach unten geschwenkt werden - hier hätte ich mir noch 2 Stufen mehr gewünscht - aber das ist Jammern auf sehr hohem Niveau!
Beim Einschalten startet sie im hellsten Modus und mit jedem Klick geht sie in den jeweils niedrigeren, dann Blink-Modus und schließlich Aus.
Macht man sie nur kurz an (aus welchen Gründen auch immer), so muss man die weißen Modi 4 mal klicken um sie auszuschalten.
Ist sie länger als 10 Sekunden in betrieb so genügt ein Klick um sie auszuschalten. Hierfür benötigt sie 1,5 Sekunden, da sie sowas wie „runter dimmt“.
Hält man den Taster für 2 Sekunden gedrückt so wechselt sie zum Rotlicht Modus.
Ein weiterer Klick und sie schaltet in SOS-Modus. Nach 10 Sekunden betrieb genügt wiederum ein Klick um sie auszuschalten.
Betrieben wird sie mit drei AAA-Batterien, die im Lieferumfang dabei sind. Laut Hersteller läuft sie im

  • 230-Lumen-Modus 5 Stunden bei einer Reichweite von 115m,
  • 100-Lumen-Modus 14 Stunden bei einer Reichweite von 74m,
  • 20-Lumen-Modus 100 Stunden bei einer Reichweite von 34m,
  • Blinkmodus 33 Stunden,
  • Rotlicht 5 Lumen (die empfinde ich als deutlich heller!) 65 Stunden und
  • SOS-Blink-Modus 160 Stunden.

Mit den mitgelieferten Batterien habe ich sie im hellsten Modus laufen lassen. Hierbei konnte ich nach 3 Stunden eine Abnahme der Helligkeit feststellen, allerdings lief sie insgesamt 71(!) Stunden - was mir sehr sympathisch ist! Technisch gehört sie demnach nicht in die Kategorie der Lampen, wo die Helligkeit permanent auf Lumen x geregelt wird und dann kurz vor Ende der Batterieleistung runter geregelt wird, um plötzlich im Dunklen zu stehen.
Sehr angenehm finde ich auch, dass sie sich mit Akkus betreiben läßt, also mit den 3,6V gegenüber den 4,5V auch kein Problem hat ... das ist auch nicht bei jedem Modell so!

Qualitativ ist ordentlich verarbeitet und nach IPX4 wasserdicht, was ich für 15 Minuten bei 30cm Wassertiefe nachvollzogen habe ... sowas getraue ich mir sonst nicht!
Die Schockresistenz aus einer Fallhöhe von 2m habe ich nicht ausprobiert.

Fazit: Bei Amazon ist sie aktuell von € 29,99 auf € 19,99 reduziert und da kann ich nur sagen: Kaufen!!! Ich finde sie ist ein guter Begleiter fürs Joggen, Wandern und Nachtcachen ... und schick ist sie auch noch ;-)

Compact Scraper von GSI Outdoors (09-2018)

Ich hatte mich letztes schon mal dem Thema Topf auskratzen angenommen, damals mit einem Buttermesser aus Kunststoffen, das ich von unserem #NordkappProjekt aus Schweden mitgebracht hatte.
Auf der OutDoor habe ich den Sommer nun das entsprechende Profigerät gefunden ;-)

GSI Outdoors hat mit dem Compact Scraper einen Topfschaber für das Gewinnen der allerletzten Essensreste und „Vorputzen" des Kochtopfes auf den Markt gebracht.
Dieser wiegt 16g bei 85x55mm und ist damit nur 2g schwerer wie das eingangs erwähnte Buttermesser.
Vom Design her ist er in orange/grau gehalten. Wobei die orangene Seite aus Kunststoff besteht und für das Auskratzen festgebrannter Essensreste in Einsatz kommen kann. Die graue Seite aus Gummi passt sich etwas besser der Rundung des Bodens der Töpfe an und ist für den sanfteren Einsatz gedacht. Gerade Freunde von beschichteten Töpfen werden das zu schätzen wissen. Versehen mit einem kleinen Loch kann er überall in der Outdoor-Küche oder im Feld beim großen Koche beiseite gehangen werden.

Das Auskratzen. bzw. Auswischen mit dem Compact Scraper bring, wie in den verschiedenen Reste-Situationen (links=Ergebnis Löffel, rechts=Ergebnis Schaber) auf den Bildern zu sehen, durchaus einen vollen Esslöffel beisammen!
So können die allerletzten Kalorien des Essens verspeist werden und es erspart einem den großen Abwaschaufwand! Gerade auf Touren, wo mit Wasser gehaushaltet werden muss, eine tolle Erleichterung!

Fazit: Mit dem Compact Scraper hat GSI Outdoors ein weiteres tricky Produkt in die Outdoor-Küche gebracht, was meines Erachtens in jedes Koch-Set gehören sollte!
Preislich rangiert er von € 6,50 bei Globetrotter bis € 7,95 beim Amazon.

Glacier Bottle Pot von GSI Outdoors (07-2018)

Auf der OutDoorFN 2018 staunte ich auf dem Stand von GSI Outdoors nicht schlecht als ich eine Edelstahltasse entdeckte, die ich seit Jahrzehnten hier in Deutschland nur von der Marke mit dem Büffel kannte.

Noch mehr erstaunte es mich, dass diese Tasse eines der ältesten Produkte von GSI Outdoors ist und lange vor der mir bekannten Tasse gegeben hat ... Nun, gut, ein Copyright aus eine Tasse durchzusetzten dürfte schwierig sein … also sei es drum …

Wo liegen nun die Unterschiede der beiden Produkte und wo sind sie gleich?

Hier die Antworten und was ich sonst noch herausgefunden habe:

  • Die Tasse vom GSI ist aus mattem Material, was mit besser gefällt wie glänzend.

  • Die Griffe sind etwas schlanker, was sie schicker erscheinen lässt.

  • Mit 144g ist sie 4g leichter wie der Mitbewerber.

  • Und mit einem Durchmesser von 96mm (innen, 91mm beim Mitbewerber) ist sie etwas größer, fasst mit 590ml gute 50ml mehr wie die bekannte Vergleichs-Tasse. Dadurch passt eine 100g-Gaskartusche wesentlich entspannter hinein und man hat seitlich noch Platz für ein Draht-Kochgestell, kleines Schneidebrett, Gewürztütchen, usw.

  • Der Boden ist am Rand weniger abgerundet. Das mag erstmal nicht so wichtig erscheinen ... allerdings habe ich festgestellt, dass sie dadurch auf einem meiner kleinsten und leichtesten Kocher deutlich stabiler sitzt, wie der Mitbewerber.

  • Leider fehlt ihr die Messskala auf der Innenseite ;-(


Als Bastler musste ich natürlich nach der Kompatibilität mit anderen Gegenständen des LowBudgetOutdoor-Lebens schauen ;-)
So habe ich nach etwas Probieren einen Konservendosendeckel (Ananasscheiben von Penny) gefunden, der perfekt zum Kochen passt.
Auch kann ich auf den Rand Kunststoffdeckel verschiedener Kaffee- und Brotdosen setzen und sie somit für den Transport fest verschließen.

Fazit: Dank des etwas größeren Volumen und der Kompatibilität zu anderen Artikeln des täglichen Bedarfs lässt sich der Glacier Bottle Pot noch besser als kleiner Topf bzw. Kochgeschirr einsetzen wie meine bisherige Tasse … ich rüste dann mal um ;-)
Mit € 14,95 bei Globetrotter und ab € 13,95 beim Amazon rangiert er auf dem gleichen Preisniveau der Vergleichs-Tasse.