MH11 von LEDlenser (03-2019)

Letzten Monat erhielt ich eine Mail von LEDlensers Kommunikationsagentur mit dem Angebot das ab April erhältliche neue Flaggschiff bei den Stirnlampen, die MH11, vorab testen zu können. Ja, da konnte ich natürlich nicht widerstehen.                                                     (und denkt daran, dies ist wohl [Werbung]**)
Zumal ich seit 10 Jahren eine H5 im Einsatz habe und sehr gespannt war, was sich alles in dieser Zeit getan hat.
Ein paar Tage später erhielt ich mein Testexemplar in der Farbgebung weiß-blau. Das Weiß hat LEDlenser seit der Neo-Serie bei den Stirnlampen eingeführt, ob sie sich versuchen mit dieser Farbe ähnlich wie vor 15 Jahren die Firma des angebissenen Apfels vom Markt abzuheben, weiß ich nicht, aber auf jeden Fall fällt die Lampe so schon aus der Reihe. Es gibt sie auch in grau-schwarz, was sicher die höheren Verkaufszahlen bringen wird.

Aber zurück - die Verpackung macht einen wertigen Eindruck und ist sehr raffiniert "verschachtelt", so dass es eine gewisse Mühe macht alles zu entpacken ohne dabei die Verpackung zu zerstören.
Die MH11 arbeitet mit einem 18650Akku, der separat geliefert wird. Um ihn einzubauen, muss man die eigentliche Lampe aus der durchsichtigen Halterung nehmen - sie ist mit dieser stufenlos ca. 100° schwenkbar. Dann muss man an der linken Seite einen kleinen Deckel aufdrehen, das funktioniert klassisch mit einer Münze oder wie vorgesehen mit dem rechten Teil der Halterung des Stirnbandes. Ich finde das etwas frickelig und empfehle für den Fall, dass man den Akku auf Tour tauschen muss, unbedingt eine weitere kleine Lampe dabei zu haben und dies möglichst nicht mit kalten Fingern bei Wind und Wetter durchzuführen!

Die MH11 ist übrigens nach der Schutzklasse IP54 wasserfest gegen Spritzwasser von allen Seiten und nahezu staubdicht. Ist der Akku eingelegt, so sollte er erstmal geladen werden. Hierzu sind links auf der Unterseite zwei Kontakte ins Gehäuse eingelassen. Das mitgelieferte Ladekabel haftet mittels Magnet in nur einer möglichen Position - ein versehentliches Verpolen beim Ladevorgang ist somit ausgeschlossen! Allerdings ist es ein weiteres Spezialkabel, was man ggf. auf Tour mitführen muss... Gut gefällt mir das kleine Klettbändchen, um es wieder sauber aufwickeln und verstauen zu können.
In meinen Tests hat das vollständige Aufladen 5:05 Std. gedauert.

App. Verstauen, die MH11 wird mit einer Gürteltasche geliefert. Diese empfinde ich als etwas knapp bemessen, wie auch seinerzeit schon bei der H5. Und leider ist sie mit einem normalen Klettverschluss ausgestattet … kommt dieser aus versehen mit dem Stirnband in Kontakt, so zieht es unweigerlich Fäden.
Die MH11 bringt 178g auf die Waage und ist somit ein Gegenstück für die vielen ultraleichten Lampen - dafür macht sie Licht, so richtig, bis 1000lm!
Ich habe zum Vergleich in meinem Stirnlampenfundus nach etwas ähnlich schwerem gesucht und bin bei einer über 15 Jahre alten Myo3 vom Petzel fündig geworden, welche mit 4 AA 236g wiegt, allerdings das Gewicht auf Lampe vorne und Batteriekasten am Hinterkopf verteilt - gut, beides sind keine Lampen fürs abendliche Joggen!
Die MH11 hat drei Stirnbänder, die allesamt ausgehangen werden können und ist voll helmtauglich! Die drei Stirnbänder laufen am Hinterkopf an einer runden durchsichtigen Platte 6cm Durchmesser zusammen, die an das Firmenlogo angelehnt ist. Vermutlich soll sie einer besseren Gewichtsverteilung dienen. Als alter Bastler habe ich sie aber ausgebaut und gegen eine Drei-Steg-Schnalle getauscht, was mir 4g Gewichtsersparnis gebracht hat. Einen Verlust an Tragekomfort konnte ich dadurch am Hinterkopf nicht feststellen.

Allerdings ist vorne, wo das Hauptgewicht lastet, nur ein Moosgummirahmen und das Stirnband als Polster vorgesehen. Mittig unter selbigen befinden sich noch drei Gummipads, die bei mir schon nach einer Viertelstunde Tragen entsprechende Abdrücke auf der Stirn hinterlassen ... vielleicht habe ich ja eine eigenartige Kopfform...da lass ich mir noch etwas einfallen. Was mir am Stirnband noch gut gefällt ist eine Schnalle, die als Öse sogar geöffnet werden kann, um die Lampe in den Himmel des Zeltes oder sonstwo hinhängen zu können.
Sehr gelungen finde ich die Gebrauchsanweisung, die mit "Lesen und verstehen" untertitelt ist - dies gelingt durch die ausschließliche Darstellung in Form von Piktogrammen.
Gesteuert wird sie ausschließlich durch das lange-gedrückt-Halten der oben liegenden Taste.
Drücke ich sie 1x so zeigt mir die rechts auf der Oberseite befindliche LED in grün, gelb oder rot für ca. zwei Sekunden den Ladestand des Akkus an.
Vorne links neben der eigentlichen weißen LED befinden sich die RGB, also rot, grün und blaue LEDs. Mit Blinken der roten signalisiert die MH11 mir in welchem Modus sie sich befindet. Halte ich sie gedrückt, so sperrt sich die Taste nach ca. 5 Sekunden, was durch 2x Blinken quittiert wird (erneutes 5-sekündiges Drücken entsperrt sie bei 4x Blinken). Halte ich die Taste ca.8 Sekunden gedrückt, blinkt sie 1x und signalisiert mir, dass sie nun im App-Modus befindet und Bluetooth aktiviert wurde - dazu später mehr. Halte ich sie weitere 2 Sekunden gedrückt so blinkt sie 2x und wechselt in den White-Modus (Werkseinstellung) und nach weiteren 2 Sekunden und 3x Blinken in den RGB-Modus.
Nun aber zum Licht:

Mit Anschalten startet sie im Optisense-Modus. In diesem Modus nutzt sie den Sensor, der rechts im Gehäuse neben dem eigentlichen LED eingelassen ist. Je nach Reflektionen regelt sie ihre Helligkeit, so wird man vom Licht nicht geblendet, wenn man mal die Karte herausholt oder ein ausgedrucktes Listing lesen will. Ich empfinde die Reaktionsgeschwindigkeit jedoch als etwas träge.
Nach diesem Modus schaltet man in den 10lm Low-Power-Modus, mit einem weiteren Druck in den 300lm starken Mid-Power-Modus, dann in den 750lm starken Power-Modus und schließlich in den Blinkmodus. Mit einem Doppelklick kann man aus jedem Modus für 10 Sekunden den 1000lm-Boost-Modus aktivieren.
Im stärksten 750lm-Power-Modus hält der Akku laut Prospekt 4 Stunden, ich kam auf 4:30, danach regelte sie auf den 10lm Modus runter, den hatte ich dann noch drei weitere Stunden laufen lassen bevor ich sie an das Ladegerät anschloss - ich habe also genügend Zeit aus dem dunklen Wald wieder heim zu finden, was mich sehr erfreut.
Hierbei fiel mir auf, dass die Lampe ordentlich warm wird, in ca. 5cm Abstand konnte ich die Wärmeabstrahlung deutlich spüren. Mein Infrarot-Thermometer hat 60°C an der Linse gemessen.

Wie ich es von meiner alten H5 gewohnt bin, kann ich die für LEDlenser typische Reflektorlinse auch fokussieren und habe somit die Möglichkeit die Lampe der auszuleuchtenden Umgebung einzustellen. Die könnt Ihr auf dem Bild mit der Staumauer sehen, hier ist sie ca. auf die Hälfte fokussiert. Die Staumauer ist ca. 150m lang und in der rechten Bildseite mittig könnt ihr einen rechteckigen Reflektor erkennen, das ist das Kennzeichen meines Cachemobils noch weitere 30m entfernt!
Etwas gewöhnungsbedürftig empfinde ich das Wechseln der Modi, wofür ich die Lampe erst ausmachen und dann mit den verschiedenen Klicks zum gewünschten neuen Modus navigieren muss.
Bin ich im RGB-Modus, so wechsele ich von rot zu grün und schließlich blau, welches bis 400nm runter geht, aber eben noch nicht auf UV-Schrift reagiert (hier scheiden sich die Geister ab wann man von UV-Licht spricht, die WHO schon ab diesen 400nm, andere erst ab 380nm) Toll wäre natürlich die 380nm gewesen, da sie dann auch UV-Schrift sichtbar machen könnte und ich mir eine UV-Lampe sparen könnte.
Die drei Farben haben übrigens jeweils einen unterschiedlichen Abstrahlwinkel sowie Reichweite, wie Ihr in der Fotostrecke weiter unten sehen könnt.

Sehr gespannt war ich auf die Bluetooth-Connectivity und die damit verbundenen Programmiermöglichkeiten ... hatte ich den Verantwortlichen bereits auf dem ersten Mega auf Zollverein anno 2009 diese Schnittstelle vorgeschlagen.
Ich kann also eigene Reihenfolgen, Modi und Farben kombinieren, ja sogar ein zeitliches An- und Abschalten ist möglich! Wobei ich noch am überlegen bin wer das außerhalb des taktischen Sektors vielleicht brauchen könnte.

Die App selbst finde ich mit 34MB recht groß (mit der ätleren und deutlich kleineren App ist die MH11 nicht kompatibel, sehr schade!) und sie zwingt mich am Start die Standortdienste zu aktivieren, warum? Ich habe keine Ahnung...
Die Bluetooth-Verbindung hat unter idealen Bedingungen mit meinen Gemini vom Planet Computers lediglich eine Reichweite von 2m. So kann ich sie leider nicht am Dachträger meines Cachemobils als alternatives Licht montieren und aus dem inneren steuern.
Leider ist die App nur für das Hochformat ausgelegt. Das könnt Ihr an der Ünerlagerung der Option Blau mit dem Menü auf dem ScreenShot rechts und auch auf dem Bildschirm des Gemini links im weißen Felde sehen ... aber der Support für Querformat kommt bestimmt noch ;-)
Hier nun eine Bilderstrecke der verschiedenen Modi (von oben nach unten) mit 300lm, 750lm und 1000lm:



Die einzelnen Reflektoren markieren jeweils 50m und die doppelten jeweils 100m, die Brücke im Hintergrund ist 400m entfernt.
Bei den Bildern mit den RGB-Farben und den 10lm sind die Reflektoren in einem Abstand von je 1m bis 10m aufgestellt.

Fazit: Die MH11 macht Licht, aber so richtig!!! Dafür kostet sie auch € 149,-
Ich denke, sie dürfte besonders interessant sein für User aus dem taktischen Bereich, der Rettung, der Jagd und denjenigen, die sich über Lumen definieren oder des nachts Ski oder Downhill fahren ;-)

** Dank der aktuellen (und m.E. zumindest eigenartigen) Rechtslage kennzeichne ich meine Tests nun so...wir sind ja in Deutschland, wo alles seine Ordnung haben will ;-) 

18 oz FoodFlask von HydroFlask (02-2019)

Wie in meinem letzten großen Test von Isolierflaschen angekündigt folgten hier unsere Erfahrungen mit der HydroFlask!
(...und denkt daran, dies ist [Werbung]**)
Zwei der sogenannten FoodFlask haben wir letztes Jahr von der OutDoor in Friedrichshafen mitgebracht. Es handelt sich hierbei um keine klassischen Flaschen sondern um Weithalsbehältnisse (530ml bei 406g). Diese bieten aufgrund der großen Öffnung von 71mm Durchmesser und somit schlechter isolierenden Deckeln nicht so hervorragende Isolationswerte wie klassische Isoflaschen - vergleiche mein o.g. Test.

Dafür lassen sie sich prima mit Eintopfgerichten von Suppen über Nudeln, Risotto bis hin zu Kartoffelbrei, etc. befüllen und genauso gut reinigen!
Wir konnten sie diesen Winter mehrfach auf Tagestouren bei unterschiedlichen Temperaturen von 0°C bis -11°C ausprobieren und haben sie für gut befunden!
Hierbei haben wir so einiges gemessen und gelernt, worüber wir uns sonst nie Gedanken gemacht hätten ;-)
Wir haben morgens das zu transportierende Essen zubereitet oder aufgewärmt:
- Frisch gekocht und in die HydroFlask abgefüllt rangierten die Speisen zwischen 82°C und 85°C.
- Im Ofen erwärmte Speisen konnten wir mit 73°C bis 81°C abfüllen.

Auf der längsten Tour bei 0°C bis -6°C war das Nudelgericht mit Tomatenmettsoße noch 62°C warm und gut zu verköstigen.
Auf der nächsten Tour bei -6°C bis -11°C hielten wir nur 3 Stunden ohne Essen aus. Dieses war dann auch noch 60°C warm.
Auf einer weiteren Tour bei 0°C bis -2°C rasteten wir bereits nach 1,5 Stunden und das mit nur 73°C abgefüllte Essen war noch 66°C warm.

Bei diesen unterschiedlichen Touren und Zeiten sind noch allerlei andere Daten angefallen:
- So haben wir festgestellt, das der Rucksack selbst von ca. 20°C Zimmertemperatur auf 5°C bis 0°C runter kühlt.
- Oder ein Bier bis zur Pause auf 10°C bis 5°C gekühlt wurde.
- Sehr spannend fanden wir warmes Wasser(33°C) in eine Isoflasche zu füllen und dann zur Pause noch bei 22°C genießen zu können!
- Eine weitere Idee kam uns dann vor der Tour, wo wir schon nach 1,5 Stunden Mittagsrast machten:
Und zwar hatten wir für diese Rast unsere Daunenjacken eingepackt. Da wir genügend freies Volumen in den Rucksäcken zur Verfügung hatten, haben wir die Jacken nicht wie sonst üblich in gestopften Zustand transportiert, sondern locker um die HydroFlask herum platziert. So hielt das Mittagessen etwas länger warm und die Jacken waren vorgewärmt! So waren sie zum Anziehen 26,9°C warm - eine herrliche Erfahrung bei kaltem Wetter!

- Eine weitere Sache ist uns auch noch aufgefallen:
Es macht einen großen Unterschied welche Art Speise zubereitet wird und wie diese die Wärme hält! Eine suppenartiges Gericht wie Würstchengulasch nutzt das gesamte Volumen der Flasche aus und hält besser die Wärme wie ein Gericht, welches überwiegend aus Spiralnudeln besteht, die hohe Lufteinschlüsse haben und so schneller auskühlen - klar natürlich, wenn man sich Gedanken drum macht!
- Und schließlich müssen wir noch mit einer Mär aufräumen!
Oma hat immer schon gesagt (und lesen kann man das auch noch überall!) die Isoflasche solle mit kochendem Wasser vorgewärmt werden, um die Warmhalteleistung deutlich zu verbessern! Wir haben nun sämtliche Isobehälter, von denen wir zwei baugleiche besitzen durchgemessen und sind lediglich auf eine Größenordnung von 1°C bis 2,5°C gekommen! Auch hier ist es so (wenn man mal darüber nachdenkt), das man ja nur das wenige dünnwandige Material des Innenteil der Isoflasche vorheizt und mehr nicht - somit ist das Vorwärmen nahezu vertane Liebesmühe!
- Und noch eine Erkenntnis:
Das äußere Metall der Isoflasche ist schrecklich kalt ;-)
Abhilfe haben uns Bottelitos gebracht. Das sind gestrickte Isohüllen, die die Isolationsleistung um 1°C bis 2°C Grad verbessern. Zum Anfassen bei Minusgraden sind sie super! Wobei für den Sparfuchs die Alternative des Sockens benannt sei ;-)

Fazit: Nun aber zurück zum eigentlichen Kandidaten des heutigen Tests, der 18 oz HydroFlask. Sie ist eine tolle Sache, um auf Wintertouren mal eine andere warme Mahlzeit wie Suppe genießen zu können. Bauartbedingt hat sie eine nicht ganz so gute Isolationsleistung, die aber bei entsprechender Wahl der Speise und bis -10°C die ersten 6 Stunden bis zur Mittagspause gut warm hält. Sie ist somit ideal für Tagestouren. Ihr könnt sie für € 39,95 im Webshop von HydroFlask oder bei Amazon erstehen.

** Dank der aktuellen (und m.E. zumindest eigenartigen) Rechtslage kennzeichne ich meine Tests nun so...wir sind ja in Deutschland, wo alles seine Ordnung haben will ;-) 

Luma Active - die Mütze mit dem Licht (01-2019)

Pünktlich zum 6. Brockenfrühstück (Videos findet Ihr unten) * erreichten uns einige Luma Active, die wir mit unserem Orga- und Helfer-Team auf dem nächtlichen Weg zum Sonnenaufgang auf dem Brocken ausprobieren konnten. (und denkt daran, dies ist wohl [Werbung]**)

Kennengelernt hatte wir Vertreter des österreichischen StartUps auf der OutDoor 2018 im Sommer. Hier hatten wir schon einmal kurz über den Event und eine mögliche Unterstützung gesprochen, da uns die Idee der in eine Mütze (alternativ gibt es auch ein Stirnband!) integrierten Stirnlampe gut gefiel.
So bringt die Luma Active lediglich 78g auf die Waage und ist eine vollwertige SoftShell-Mütze mit Stirnlampe bzw. umgekehrt, je nach Sichtweise ;-)
Durch die Mütze sitzt sie im Vergleich zu normalen Stirnlampen sehr stabil - auch beim Joggen wackelt da nichts mehr!
Die Mütze verteilt den Druck der Elektronik so gut, das auch unsere sensibelsten Träger keinerlei Drücken der Bauteile verspürten, wie es sonst oft der Fall ist.
Der Bereich über den Ohren, wo die Elektronik hinein geschoben wird, ist aus winddichtem Material gefertigt. Dennoch kann ich durch dieses besser hören wie bei anderen Mützen, die ich in Gebrauch habe.
Die Elektronik mit dem 1100mAh Akkupack und dem Rücklicht bestehend aus vier roten LEDs sowie dem An- und Austaster befindet sich am Hinterkopf. Über den Taster regele ich auch die verschiedenen Leuchtmodi der Stirnlampe, welche aus zwei weißen übereinander liegenden LEDs besteht. Eingeschaltet wird durch langes Drücken auf die rückseitige Akku-/Rücklichteinheit. Hier zeigen die vier roten LEDs für einige Sekunden den Ladestand des Akkus an, eine entspricht etwa 25%. Mit einem kurzen Drücken schalte ich vom schwächsten 25lm Modus mit ca. 5m Reichweite auf den mittleren (60lm mit 8m Reichweite) und dann in den höchsten wo die zweite „Fernlicht"-LED hinzu geschaltet wird. Dann ist die maximale Leistung von 120lm mit ca. 30m Reichweite erreicht, wobei ich die Reichweite als höher empfinde, aber das ist abhängig vom Grad der Dunkelheit und persönlichem Empfinden. Eine erneutes Drücken schaltet wieder in den kleinsten Leuchtlevel.
Halte ich die rückseitige Taste für ein bis zwei Sekunden gedrückt, so schaltet das Rücklicht von „permanent an“ auf „Blinkmodus“, was mir durch dreimaliges Blinken der FrontLED bestätigt wird. Weitere ein bis zwei Sekunden gedrückt halten wechselt das Rücklicht in „aus“. So kann ich diese Modi auch während des Laufens ändern ohne die Mütze absetzen zu müssen.

Durch die Integration in die Mütze kann ich den Akku mittels microUSB laden, was beim ersten Anschließen etwas frickelig ist, aber mit zunehmender Übung gut funktioniert. Die vollständig entladene Luma Active benötigt drei Stunden, um den Akku wieder vollends zu laden.
Sie ist übrigens nach IPX4 „geschützt gegen Spritzwasser von allen Seiten“, ein Einsatz bei Regen stört also nicht!

Je nach dem ob ich mit oder ohne Rücklicht laufe komme ich auf eine Leuchtdauer von
8:30 bis 15:30 Stunden bei niedrigster Leuchtstärke
4:45 bis 7:00 bei mittlerer und
2:45 bis 3:15 mit Fernlicht
Wenn die Kapazität des Akkus 50% unterschreitet, signalisiert die Luma Active dies durch ein kurzes Flackern.
Unterschreitet der Ladestand 25% so schaltet sie in den schwächsten Leuchtmodus, was bei maximaler Leuchtleistung eine gute dreiviertel Stunde vor dem finale „aus“ geschieht - so ist immer ausreichend Zeit wieder aus dem dunklen Wald heraus zu finden!
Sie kann übrigens auch mit einem handelsüblichen PowerBank während des Einsatzes betrieben werden, was die eigentliche Laufzeit entsprechend erhöht!

Ist es an der Zeit, dass die Mütze gewaschen werden muss, kann die gesamte Lampe/Elektronik aus ihr entfernt werden.

Fazit: Ich habe die Luma Active nun seit vier Wochen im Dauereinsatz und bin begeistert!
Eine tolle Mütze mit integriertem Licht und dennoch hohem Tragekomfort – so habe ich immer meine Stirnlampe dabei!
Mit € 99,- ist sie sicher kein Schnäppchen mehr, jedoch zahle ich für eine gleichwertige Mütze und Stirnlampe oft sogar mehr.

* Video1 und Video2 vom 6. Brockenfrühstück

** Dank der aktuellen (und m.E. zumindest eigenartigen) Rechtslage kennzeichne ich meine Tests nun so...wir sind ja in Deutschland, wo alles seine Ordnung haben will ;-) 

Mini-Gas-Kocher BRS 3000T (11-2018)

Seit einigen Monaten begleitet uns auf unsern Outdoor-Touren der BRS 3000T, einer der kleinsten und leichtesten Gas-Kocher auf dem Markt. – Achja, unbezahlte [Werbung]**

Durch einen Tipp von Freunden sind wir auf das chinesische Produkt gekommen, welches es schon seit einigen Jahren gibt (ein früherer Test von Carsten bei Fastpacking), es aber Hierzulande lediglich bis zum Amazon geschafft hat – warum?
Wer weiß ... dabei sind Leistung von 2700Watt (140g pro Stunde) bei einem Gewicht lediglich 25g schon sehr interessant, gerade für die Ultraleicht-Fraktion.
Das Packmaß von 34x49mm (Hersteller 37x52mm), ausgeklappt 75x60mm (Hersteller 85x69mm) langt gerade so eben nicht, um ihn in eine Filmdose zu verstauen, dafür passt er prima in den bekannten Wichtel von Tupper oder eben in das mitgelieferte Beutelchen.
Da wir in den letzten Monaten wegen dem Vergleich von Refill-Adaptern (Test folgt) sehr viel mit Gas auf den unterschiedlichsten Kochern wie auch dem Kovea-Spider gekocht haben kamen wir in Sachen Verbrauch noch auf andere Ergebnisse:
Dies ist natürlich von vielerlei Faktoren, wie Umgebungstemperatur, Wind, Windschutz, wieviel Nahrung erhitzt/gekocht wird, individuelles Kochverhalten,... abhängig, jedoch haben wir festgestellt, dass wir auf all unseren vier Gaskochern, die von der Leistung zwischen 2500 und 3500Watt liegen ca. 1g Butan pro Minute verbrauchen. Hier gilt anzumerken, das wir den Kocher nie voll sondern bestenfalls 1/3 aufdrehen, und immer 0,5 bis 1l für 2 Personen gekocht haben.

Aber zurück zum BRS 3000T- in diesen Monaten sind die genieteten Klappverbindungen ausgeleiert, was beim eigentlichen Kochvorgang jedoch nicht stört und mit einer Zange bei Bedarf  wieder gerichtet werden kann.

Fazit: Der BRS 3000T ist ein leistungsfähiger kleiner und leichter Kocher und mit € 10,- bis € 19,- beim Amazon für wirklich kleines Geld zu haben - Ultraleicht-Trekker-Herz was willst Du mehr ? ;-)

** Dank der aktuellen (und m.E. zumindest eigenartigen) Rechtslage kennzeichne ich meine Tests nun so...wir sind ja in Deutschland, wo alles seine Ordnung haben will ;-) 

Kompressionsstrümpfe von CEP (11-2018)

Im Zuge der OutDoor 2018 besuchten wir als Blogger, auf einem von der OBN organisierten Messerundgängen, den Stand des von CEP, der Kompressionsstrümpfe herstellt.
Hier erhielten wir Blogger je ein Paar zum Testen in der Ausführung light merino –  nun mein Test (und denkt daran, dies ist wohl [Werbung]**):

Bisher hatte ich mit Kompressions-Artikel keinerlei Berührung - kannte sie lediglich vom Hörensagen auf Langstreckenflügen und aus dem Sanitätsbedarf für alte und erkrankte Menschen.
Klar hatte ich sie vermehrt bei Sportlern wahrgenommen – mit entsprechender Verwunderung... aber wie heißt es so schön: „Beurteile eine Sache erst, wenn Du sie selbst ausprobiert hast“!
Da ich nun schon ein Paar dieser Strümpfe hatte, habe ich sie seit Sommer bei unterschiedlichsten Wetterlagen auch getragen.
Es fühlte sich schon etwas eigenartig an, im Sommer mit kurzen Hosen und langen Strümpfen den Berg zu bewandern, wo doch der Rest der Menschheit nur in Socken unterwegs war. Jedoch muss ich eingestehen, dass es beim nächtlichen Abstieg und aufkommenden Wind froh war um die zusätzliche textile Schicht am Bein.
Um mir ein noch genaueres Bild über die versprochene bessere Durchblutung und damit verbundene geringere Ermüdung der gestützten Partien machen zu können, bin ich auf den anschließenden Touren mit je einem normalen Socken und einem Kompressionsstrumpf losmarschiert … und fühlte mich ein bisschen wie Pippi-Langstrumpf ;-)
Bei diesen Touren zeigte sich Sommers wie Herbst noch deutlicher der Tragekomfort der Strümpfe! So empfand ich an dem bestrumpften Bein eine deutlich bessere Temperaturregulation und konnte abends tatsächlich einen Unterschied zwischen dem „ermüdeten“ Bein und dem durch den Strumpf unterstützten Bein feststellen. In der Tat möchte ich sagen, dass sich ein Wandertrag mit den Kompressionsstrümpfen abends in den Waden und Füßen anfühlt als ob ich den ganzen Tag keine Anstrengungen unternommen hätte – also volle Punktzahl für das Werbeversprechen!
Was ich allerdings immernoch sehr gewöhnungsbedürftig finde, ist das „zähe“ An- und Ausziehen der Strümpfe … aber „irgendwas ist auch immer“ ;-)

Fazit: Trotz der nicht geringen Investition für ein Paar Strümpfe möchte ich sie vor allem Menschen ans Herz legen, die nach ihrer sportlichen Aktivität über ihre „müde“ Beine ärgern.

** Dank der aktuellen (und m.E. zumindest eigenartigen) Rechtslage kennzeichne ich meine Tests nun so...wir sind ja in Deutschland, wo alles seine Ordnung haben will ;-) 

Ultralight Java Drip von GSI Outdoors (10-2018)

Es gibt ja Firmen von denen hört und liest man viel aber eigentlich bringen sie nicht wirklich etwas neues, außer Werbebotschaften -  app. hier nun auch: [WERBUNG] * **
Bei GSI Outdoors habe ich den Eindruck, das sie sich noch wirklich Gedanken um ihre Produkte machen und nicht einfach in China zukaufen.
So habe ich hier ja schon neben deren Thermosflaschen, den MicroGripper und den CompactScraper vorgestellt ... und das nächst interessante Produkt lässt nicht auf sich warten!

So konnte ich in den vergangenen Wochen für den täglichen Kaffee einen ultraleichten Kaffeefilter, der ohne die klassischen Filtertüten auskommt(!), ausprobieren (vergleiche den Klassiker vom Ortlieb) und für gut befinden!
Der Ultralight Java Drip wiegt gerade mal 10g, ist zusammengeklappt 10,5 x 2,5 cm klein und passt so in größere Tassen oder Kochsets.
Mit den drei orangenen Beinchen, die an Wäscheklammern erinnern, wird er auf den Rand der präferierten Kaffeetasse gesteckt. Dies funktioniert gut bei einfachen dünnwandigen Tassen, also aus Edelstahl oder Kunststoff – Thermostassen oder die heimische Porzellantasse funktionieren mit ihm nicht!
Ist er befestigt, so wird die gewünschte Menge Kaffeemehl hinein gegeben und das heiße Wasser aufgegossen.
Recht fix läuft das Wasser durch den Filter und fertig ist der Kaffee!
Zum Reinigen dreht man ihn einfach "auf links", entsorgt das ge-/verbrauchte Kaffeemehl und wäscht ihn anschließend aus - fertig!

So fällt nicht mal ein papierener Kaffeefilter (1,5g) an und man kann ihn sogar als einen Beitrag zur nachhaltigem Verhalten titulieren ;-)
Gut lässt er sich auch zum Abtropfen von gewaschenem Salat zweckentfremden ;-)
Preislich rangiert er zwischen € 12,95 bei Globetrotter und € 11,95 bei Amazon.

Fazit: Ein weiteres Utensil für meine Ausrüstung, gerade da ich von dem oft üblichen Instantkaffee nun auf gemahlenen Kaffee umsteigen kann und bei gleichem Volumen die doppelte Anzahl an Kaffetassen heraus bekomme - meine absolute Empfehlung für den Outdoor-Kaffee-Trinker!!!

* Da mir das Produkt kostenfrei zur Verfügung gestellt wurde.
** Dank der aktuellen (und m.E. zumindest eigenartigen) Rechtslage kennzeichne ich meine Tests nun so...wir sind ja in Deutschland, wo alles seine Ordnung haben will ;-)